Bücheln

Ramon Imlig aus Goldau büchelt

Das Instrument Büchel entstammt der Familie der Alphörner. Allerdings ist der Büchel in seiner Form nicht gestreckt, sondern zwei Mal gewunden. Die Innerschweizer Büchel sind schmal gebaut und erzeugen im Vergleich zum Alphorn einen hellen, kantigen und schärferen Klang. Büchelstücke entspringen der Naturtonreihe, eine nach Frequenzen aufsteigend angeordnete Reihe an Tönen, die durch die unterschiedliche Intensität des Anblasens hervorgebracht werden. Technisch anspruchsvoll zu spielen, erlaubt das urchige Instrument charakteristische und unverkennbare Melodien. Die lüpfigen Büchelmelodien werden auch „Bücheljützli“ oder „„Büchelgsätzli“ genannt.

Gib Ramon Imholz deine Stimme beim Wettbewerb "auf unsere Kultur" im Rahmen von 180 Jahre Eichhof: Hier geht's zur Abstimmung!

Hintergrund

Der Büchel, das „gewundene Alphorn“, war stets ein treuer Begleiter von Sennen. Das Instrument ist Platz sparend, leicht und kann über die Schulter gehängt einfach transportiert werden. Ähnlich dem Betruf diente auch das Büchel-Spiel als Gruss und Austausch von Lebenszeichen zwischen benachbarten Älplern. Zudem benutzten Hirten den Büchelklang als Lockruf, um ihre Tiere zur Hütte zurückzurufen. Auch heute ist das Instrument noch auf vielen Alpen anzutreffen.

Der kurz nach 1900 entwickelte Büchel wurde in seiner Urform als Solo-Instrument gespielt. Durch die manuelle Fertigung war jedes Instrument einzigartig und erzeugte eine eigene, bezeichnende Klangfarbe. Durch die Weiterentwicklung des Instruments in Form von einer ebenmässigeren Bauweise und dem Zusatz von  justierbaren Mundrohren, wurde der Büchel mit seinen eigenwilligen Klängen ein Stück weit gebändigt und so das gemeinsame Spiel mit anderen Bücheln ermöglicht. Der Instrumentenkörper ist meist mit hellem oder dunklem Pedigrohr umfasst.

Oft schmücken aufgemalte Illustrationen von Innerschweizer Blumen oder Ornamenten sowie eine Kordel das schlichte Instrument.

Audiofiles

  1. Brauchtum aus dem Pilatusland: Ramon Imlig büchelt. Audio: Dara Masi
  2. Büchle eine musikalische Tradition aus der Zentralschweiz. Audio: Michael Fankhauser
Ramon Imlig aus Goldau büchelt. Ramon Imlig aus Goldau büchelt. Ramon Imlig aus Goldau büchelt. Ramon Imlig aus Goldau büchelt. Ramon Imlig aus Goldau büchelt. Ramon Imlig aus Goldau büchelt. Ramon Imlig aus Goldau büchelt. Ramon Imlig aus Goldau büchelt. Ramon Imlig aus Goldau büchelt. Ramon Imlig aus Goldau büchelt. Ramon Imlig aus Goldau büchelt. Ramon Imlig aus Goldau büchelt. Ramon Imlig aus Goldau büchelt. Ramon Imlig aus Goldau büchelt. Ramon Imlig aus Goldau büchelt. Ramon Imlig aus Goldau büchelt.

Ramon Imlig
Ramon Imlig ist zwischen Alphorn und Büchel gross geworden. Sein Grossvater und sein Vater spielten die beiden artverwandten Instrumente bereits mit grosser Begeisterung. Die Liebe zur Musik bewog Ramon Imlig aus Goldau, Schwyz, auch zu einem Musikstudium mit Hauptfach Horn. Der Büchel hat den jungen und vielbeschäftigten  Musiklehrer und Berufsmusiker stets begleitet. Beim Büchelspiel schätzt er die hohen Anforderungen an die Spieltechnik, welche dem schlicht anmutenden Instrument auf den ersten Blick gar nicht zugetraut werden. In der Natur, vor der Kulisse der Schwyzer Berglandschaft, entfalten sich die Büchelklänge besonders eindrücklich und dort spielt Ramon Imlig die „Büchelgsätzli“ am Liebsten. Dazu muss er nicht auf eine Alp, sondern er kann einfach die Balkontür zum Garten hinter seinem Haus öffnen. Denn da hat das Büchelspiel schon immer hingehört – an den Ort der Heimat.

Gib Ramon Imholz deine Stimme beim Wettbewerb "auf unsere Kultur" im Rahmen von 180 Jahre Eichhof: Hier geht's zur Abstimmung!

Kommentieren

comments powered by Disqus