Luzerner Stadtregierung favorisiert Parkhaus Musegg

Die Idee einer Metro bis zum Schwanenplatz wird dagegen nicht unterstützt

Die Einfahrt ins Parkhaus Musegg: Beim Restaurant Reussbad ginge es unter den Musegg-Hügel. Der Ausgang beim Falkenplatz in der Altstadt Luzern: Hier würden die Besucher das Parkhaus Musegg zu Fuss verlassen. Platz für 80 Reisecars und 2'500 Autos: Die geplanten Parkhäuser im Ibach ausserhalb des Stadtzentrums finden bei der Regierung keine Unterstützung. Eingang zur Metro-Haltestelle Schwanenplatz: Die Projektkosten werden auf 400 Millionen Franken geschätzt.

Das Projekt Parkhaus Musegg in der Stadt Luzern kann dazu beitragen, die Verkehrssituation in der Innenstadt zu verbessern. Dieser Meinung ist die Stadtregierung. Private Initianten planen unter dem Musegg-Hügel ein Parkhaus für über 600 Autos und rund 30 Reisecars. Die Stadtregierung will dieses Projekt im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen, dies vor allem im planerischen Bereich. Ob es von der Stadt dereinst auch finanzielle Unterstützung gibt, ist offen. Auf jeden Fall würde mit dem Projekt das Problem mit den Reisecars am Schwanenplatz gelöst, so die Stadtregierung.

" Die Metro mit dem riesigen Parkhaus wäre als Park-and-Ride-Anlage viel zu nahe am Stadtzentrum."

Beim zweiten Projekt mit einem riesigen Parkhaus im Gebiet Reussegg/Ibach und einer Metro bis zum Schwanenplatz sieht die Luzerner Stadtregierung dagegen viele Nachteile. Dies sei eigentlich eine Park-and-Ride-Anlage, welche viel zu nahe beim Stadtzentrum zu stehen käme. Solche Parkierungsanlagen müssten weiter weg gebaut werden, beispielsweise in Sursee, Wolhusen oder Reiden. Dort müssten die Leute auf den öffentlichen Verkehr umsteigen und nicht unmittelbar in Zentrumsnähe eine Metro benützen, heisst es aus dem Stadthaus. Zudem sei das Volumen mit 2'500 Parkplätzen zu gross.

Oberirdische Parkplätze verschwinden sowieso

Das Parkhaus Musegg bietet Platz für rund 670 Autos und 30 Reisecars. Würde dieses Projekt realisiert, müssten in der Innenstadt 300 bis 600 oberirdische Parkplätze aufgehoben werden. Ansonsten wäre ein solches Projekt gar nicht bewilligungsfähig.

 

 

 

 

Audiofiles

  1. Interview mit Umweltdirektor Adrian Borgula zum Parkhaus Musegg und zum Metro-Projekt. Audio: Urs Schlatter, Radio Pilatus AG

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  1. Initianten von Metro-Luzern enttäuscht, weil Stadtregierung ihr Projekt nicht weiter unterstützt.. Audio: Urs Schlatter

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