Mehr Platz für Kitesurfer auf dem Urnersee

Urner Regierung will Zone für Kitesurfer vergrössern

Im Januar hatte der Bundesrat beschlossen, das generelle Verbot für Kitesurfen ausserhalb bewilligter Bereiche auf Schweizer Seen aufzuheben. Damit dürfen Surfer mit Lenkdrachen ab 2016 ihren Sport künftig überall betreiben, ausser ein Kanton erlässt ein Verbot.

Ab 2016 gibt es kein generelles Verbot mehr für Kitesurfen

Die Urner Regierung reagiert auf die Liberalisierung. Sie will das Kitesurfen auf dem Urnersee probehalber von Februar bis Oktober 2015 in einer grösseren Zone als bisher ermöglichen. Ausgenommen sind die Monate Juli und August. Danach entscheidet sie über eine definitive Zulassung oder ein Verbot.

 

Uri will das Kitesurfen auf dem Urnersee testen

Die Drachensegler dürfen in der Probephase neu eine Fläche zwischen dem Rütli und Isleten benutzen. Seit 2004 ist Kitesurfen auf dem Urnersee zwischen dem Abschnitt Seelisberg und Bauern erlaubt. „Der Urnersee ist prädestiniert für Kitesurfen. Er bietet optimale Windverhältnisse“, sagt der Sekretär der Sicherheitsdirektion des Kantons Uri, Urs Janett.

Der Regierungsrat will mit dem Probebetrieb testen, wie sich das Kitesurfen in der neuen Zone mit anderen Seenutzern wie Surfern, Seglern, Badegästen und Kursschiffen verträgt.

 

Auch andere Zentralschweizer Kantone müssen handeln

Das Kitesurfen erfreute sich in den vergangenen Jahren in der Schweiz wachsender Beliebtheit. Gemäss Angaben des Schweizer Kitesurfclubs Kitegenossen gibt es landesweit rund 3000 aktive Kitesurfer.

In der Zentralschweiz ist das Kitesurfen nur auf Teilen des Alpnachersees, des Urnersees und des Zugersees erlaubt. Die Kantone Schwyz, Luzern und Zug sind in Abklärung mit welchen Massnehmen sie auf die Aufhebung des generellen Kitesurfingsverbot ab Februar 2016 reagieren wollen. Der Sicherheitsdirektor des Kantons Zug, Beat Villiger: „Auf dem Ägerisee ist nach der heutigen Verordnung  das Kitesurfen nicht zugelassen. Ab 2016 wird es nicht mehr verboten sein. Ein Verbot ist aber kaum notwendig, da die Windverhältnisse dort ungünstig sind.“

Audiofiles

  1. Mehr Platz für Kitesurfer auf dem Urnersee. Audio: Lukas Keusch

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