Doppelt so viele Sterbehilfe-Touristen

Vor allem Deutsche und Briten kommen in die Schweiz, um zu sterben

Zwischen 2008 und 2012 haben 611 Ausländerinnen und Ausländer in der Schweiz Sterbehilfe in Anspruch genommen. Dies zeigt eine neue Studie von Schweizer Forschern, welche im „Journal of Medical Ethics“ veröffentlicht wurde.

Verdoppelung der Fälle

Für diese Studie untersuchten die Forscher Untersuchungs- und Obduktionsberichte der Rechtsmedizin der Universität Zürich. Dabei zeigte sich, dass sich die Zahl der so genannten Sterbehilfe-Touristen zwischen 2008 und 2012 verdoppelt hat.

Durchschnittsalter 69

Die meisten der Sterbewilligen kamen aus Deutschland und Grossbritannien. Aber auch Franzosen, Italiener oder US-Amerikaner reisten in die Schweiz, um zu sterben. Im Schnitt waren die Sterbehilfe-Touristen 69 Jahre alt. Sie litten an Lähmungen, Parkinson, MS oder hatten Krebs.

Verzerrtes Bild

Die Sterbehilfeorganisationen sagen, man müsse die Zahlen in einem grösseren Zeitraum anschauen. 2006 beispielsweise seien fast gleich viele Ausländer in die Schweiz gereist um zu sterben, wie 2012. Schaue man nur die vier Jahre von 2008 bis 2012 an, zeige sich ein verzerrtes Bild. 

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