Richtig reagieren bei Unfällen in Ferien

Rund 50‘000 Unfälle jährlich im Ausland

Auch am Palmenstrand lauern Gefahren. Gut versichert ist man gut unterwegs. Man sollte wissen, wohin man sich im Notfall wenden kann. Gesundheitsleistungen im Ausland sind teils viel teurer.

An diesem Wochenende beginnen in vielen Kantonen die Herbstferien. Diese verlaufen hoffentlich ohne Probleme, Krankheit und vor allem auch Unfälle. Aber man weiss halt leider nie. Dazu hat die SUVA eine Unfallstatistik aller Unfallversicherer in der Schweiz veröffentlicht:

  • Von 2008 bis 2012 geschahen 251‘627 Freizeitunfälle von Versicherten im Ausland. Dies sind im Durchschnitt rund 50‘000 Unfälle jährlich.
     
  • Die meisten Sommer- und Herbstunfälle im Ausland in der Zeitperiode Juni bis Oktober 2012 ereigneten sich beim Reisen (5‘480 Unfälle), beim Velofahren und Biken im Gelände (1‘760), beim Wandern und Bergwandern (1‘660). In dieser Ferienperiode passierten auch 800 Bade- und Schwimm-Unfälle.  
     
  • Diese Verunfallten (Juni bis Oktober 2012) verteilen sich auf folgende Altersgruppen: 15- bis 19-jährig: 1062 Unfälle, 20- bis 29-jährig: 5‘782 Unfälle, 30- bis 39-jährig: 6‘823 Unfälle, 40- bis 49-jährig: 7‘062 Unfälle, 50-bis 59-jährig: 4‘903 Unfälle, 60-bis 65-jährig: 1‘222 Unfälle.
     
  • Im Jahr 2012 ereigneten sich im Ausland am meisten Unfälle in den Monaten Juli (7‘026 Unfälle), August (5‘805) und September (4‘981) (Jahr 2012).

Wer in der Schweiz als Arbeitnehmer mindestens acht Stunden pro Woche arbeitet, ist neben den Berufsunfällen obligatorisch auch gegen Nichtberufsunfälle versichert. Tritt nun ein solches Ereignis ein, wird der Unfallversicherer des Arbeitsgebers – die Suva oder ein privater Anbieter – für die ärztliche Behandlung im Ausland aufkommen.

Aber Achtung: In einzelnen Ländern können die Kosten für Gesundheitsleistungen massiv höher sein als in der Schweiz. Der Unfallversicherer übernimmt in solchen Fällen maximal das Doppelte der entsprechenden Behandlungskosten in der Schweiz. Wer im Ausland Ferien macht, sollte so oder so stets die Notfallnummer seiner Unfallversicherung bereithalten. Es empfiehlt sich, bei Problemen immer zuerst die Notfallzentrale zu kontaktieren. 

Dazu gibt es eine kostenlose Broschüre welche aufzeigt, wie man bei einem Unfall im Ausland vorgehen sollte: www.suva.ch/waswo.

Audiofiles

  1. Hier passieren die meisten Freizeitunfälle.. Audio: Carla Keller

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