Wegen Verhütungspille zur Invaliden - Pharmakonzern übernimmt keine Haftung

Bundesgericht schützt Bayer vor Schadensklage

Wegen einer Verhütungspille von Bayer bekam die damalig 16-jährige eine Lungenembolie.

Vor rund sieben Jahren hatte eine 16-jährige Frau in der Schweiz wegen der Verhütungspille Yasmin eine Lungenembolie erlitten. Die Frau ist seit dem Vorfall invalid und ein Pflegefall. Ihre Familie klagte daraufhin gegen den Pharmakonzern Bayer und forderte 5,7 Millio nen Franken Schadensersatz.

Das Bundesgericht hat die Klage der Familie gegen Bayer nun jedoch abgewiesen. Damit bestätigt das Bundesgericht den Entscheid des Zürcher Ober- und Bezirksgerichts. Die Patienteninformation des Medikaments sei genug klar beschrieben. Diese sei zudem rezeptpflichtig, so dass der Arzt sie verschreiben müsse. So die Begründung des Bundesgerichts.

Die Familie erhält somit keinen Schadensersatz und muss die Gerichtskosten von rund 120‘000 Franken selber zahlen. Bayer hat wegen vergleichbaren Fällen in den USA außergerichtlich bereits über 1,5 Milliarden Franken bezahlt.

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