Luzerner Kantonsregierung wehrt sich gegen Internetvorwürfe

Seit einem Jahr sperrt ein Server Webseiten mit sexistischen oder rassistischen Inhalten

Die Luzerner Regierung (Januar 2015) Bildungsdirektor Reto Wyss

Die Luzerner Regierung nimmt Stellung zu den Internet-Nutzungs-Vorwürfen an die Verwaltung. Am Wochenende war bekannt geworden, dass Luzerner Beamte sehr oft auf privaten Internetseiten surfen würden. Dies hatte eine Untersuchung aus dem Jahr 2010 gezeigt. Die Regierung relativiert nun: Die Klick-Zahlen seien durch zulässige Google-Suchen verzerrt worden. Ausserdem benutze die Verwaltung E-Banking Systeme von Bankinstituten, die ebenfalls fälschlicherweise als private Nutzung mitgezählt wurden. Auch die Klick-Zahlen bei pornografischen Seiten seien mit Vorsicht zu betrachten, sagt Regierungspräsident Reto Wyss gegenüber Radio Pilatus. Dies, weil etwa die Luzerner Polizei laut Wyss aus Rechereche-Zwecken täglich auf solchen Sexseiten ist.

Die Luzerner Kantonsregierung hat nun Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Amtsgeheimnisverletzung eingereicht. 

Audiofiles

  1. "Es gab Missbräuche": Reto Wyss zur Internetnutzung der kantonalen Verwaltung. Audio: Roman Gibel
  2. Strassenumfrage zur Luzerner Internet-Affäre und Statement von Reto Wyss.. Audio: Roman Unternährer, Radio Pilatus AG

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