RUAG hat 2014 erstmals mehr als 100 Millionen Franken verdient

Standort Emmen soll künftig ausgebaut werden

Der CEO des Rüstungs- und Technologiekonzerns RUAG, Urs Breitmeier und Finanzchef Urs Kiener während der Medienkonferenz Der CEO des Rüstungs- und Technologiekonzerns RUAG, Urs Breitmeier präsentiert die Ergebnisse des vergangenen Jahres Finanzchef Urs Kiener präsentiert die Firmenzahlen des Jahres 2014 Der CEO des Rüstungs- und Technologiekonzerns RUAG, Urs Breitmeier vor einem PC27-Flügel

Der Rüstungs- und Technologiekonzern RUAG hat im vergangenen Jahr erstmals in der Firmengeschichte die 100-Millionen-Gewinngrenze geknackt.  Der Reingewinn stieg um 8 auf 102 Millionen Franken. Der wichtigste Einzelkunde der RUAG, die Schweizer Armee, reduzierte seine Einkäufe beim Rüstungs- und Technologiekonzern jedoch weiter. 2014 waren es noch 30% des Unternehmensumsatzes – im Vorjahr waren es noch zwei Prozent mehr.  Den Rückgang konnte RUAG erneut durch Aufträge im Ausland und in der zivilen Sparte kompensieren. Dem Konzern gelang es zudem auch einen leicht höheren Nettoumsatz von 1,781 Milliarden Franken auszuweisen. Im Vorjahr waren es somit mit 1,752 Milliarden 29 Millionen Franken weniger.

RUAG schliesst drei Standorte

Die Geschäftsleitung der RUAG gab Anfang dieses Jahres bekannt, mit Brunnen SZ, Hombrechtikon ZH und Mägenwil AG drei Standorte in der Schweiz zu schliessen. Der Standort Brunnen soll im ersten Halbjahr 2017 überwiegend auf die Regionen Emmen, Zürich und Thun verteilt werden. In Emmen wurden Anfang des Jahres rund 20 Entlassungen ausgesprochen. Der CEO des Rüstungs- und Technologiekonzerns RUAG, Urs Breitmeier, bekräftigt aber, dass es künftig zu keinem Stellenabbau mehr kommen soll – im Gegenteil: „In Anbetracht der momentan vorherrschenden Frankenstärke müssen wir eine Prozessoptimierung vornehmen. Diese erfolgt unter anderem in der Zusammenlegung von Standorten. Personal wird dadurch aber nicht abgebaut. Wir versuchen vor allem Emmen, den wichtigsten Standort der Schweiz, zu stärken und wenn möglich auch personell auszubauen.“

Vergangene und künftige Herausforderungen

Mit den grössten Schwierigkeiten war die RUAG im vergangenen Jahr in Russland konfrontiert. Der Konflikt in der Ukraine und das daraus resultierte Russland-Embargo habe die RUAG-Bilanz um einige zehn Millionen Franken nach unten beeinflusst, wie CEO Urs Breitmeier gegenüber Radio Pilatus bestätigte: „Zudem führte ein Unfall bei einem Pulverlieferanten im 2014 zu Lieferausfällen gegenüber unseren wichtigsten Kunden.“ Als grösste Herausforderung im bereits laufenden Geschäftsjahr, sieht der Rüstungs- und Technologiekonzern den starken Franken.

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