Solidarität mit dem Emmer Vergewaltigungsopfer

Knapp 300 Personen nahmen gestern an einer Kundgebung teil

Die Demonstranten auf dem Mühleplatz

Knapp 300 Personen haben gestern in Luzern an einer Kundgebung ihre Anteilnahme am Schicksal des Vergewaltigungsopfers von Emmen ausgedrückt. Die Kundgebung startete gegen 17 Uhr in der Stadt Luzern beim Mühleplatz. Per Velo, zu Fuss oder im Rollstuhl begaben sich die Demonstranten entlang der Reuss zur Gemeindegrenze von Emmen. Im Gebiet Reusszopf wurde "als Zeichen der Hoffnung" ein Kirschbaum gepflanzt. Unter diesem wurden farbige Briefe für das Opfer und dessen Familie gesammelt.

Viele Frauen, Arbeitskollegen und Freunde

Unter den Teilnehmern waren Erwachsene und Kinder, darunter viele Frauen und Arbeitskollegen sowie Freunde des Opfers. Als Zeichen der Solidarität führten viele Velofahrer weisse Bänder an ihren Zweirädern mit. Polizisten begleiteten die Kundgebung ebenfalls auf Fahrrädern. Sie nehme am Anlass teil, weil sie dem Opfer und dessen Familie Kraft geben und ein Zeichen setzen wolle, dass das Gute über das Böse siege, sagte eine Kundgebungsteilnehmerin gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Täter immer noch auf der Flucht

Mitte Juli war eine 26-jährige Frau bei Emmen an der Reuss vom Velo gerissen und in einem nahen Waldstück vergewaltigt worden. Dabei wurde sie so schwer verletzt, dass sie querschnittgelähmt ist. Der Täter ist noch auf der Flucht. Die Ermittlungen einer Sonderkommission mit rund einem Dutzend Beamten führte auch gut einen Monat nach dem Vorfall noch zu keinem konkreten Tatverdächtigen. Die Behörden sind aber überzeugt, dass sie dem Täter bei einer allfälligen Festnahme das Gewaltdelikt nachweisen können.

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