Asyl-Notfall-Konzept im Kanton Luzern

Der Kanton Luzern wappnet sich für den Ernstfall

Asyl-Notfall-Konzept soll helfen den Flüchtlingsstrom zu bewältigen

Der Kanton Luzern bereitet sich auf den Asyl-Notfall vor. Im Moment werde ein Notfallkonzept ausgearbeitet, sagte der kantonale Asylkoordinator Ruedi Fahrni auf Anfrage von Radio Pilatus. Dieses Konzept soll festlegen, wie das Vorgehen ist, wenn plötzlich 80-100 Flüchtlinge pro Tag in den Kanton Luzern kommen. Im Moment sind es im Durchschnitt 20 Asylsuchende. Zu viel verraten will Ruedi Fahrni aber noch nicht. Ein wichtiger Bestandteil dieses Notfallkonzeptes sei aber auch die Nutzung der Zivilschutzanlagen und der Einbezug der Angehörigen des Zivilschutzes. Das Notfallkonzept soll bis Ende Jahr fertiggestellt sein und dann veröffentlicht werden.

Im Kanton Luzern sollen in nächster Zeit ausserdem weitere Zivilschutzanlagen als Asylunterkünfte genutzt werden. Man sei mit zwei Gemeinden im Gespräch. Zwei weitere hätten ihr Interesse angemeldet. Im Moment sind fünf Zivilschutzanlagen im Kanton in Betrieb: in Meggen, Willisau, Dagmersellen, Nebikon und Luzern. In diesem Zusammenhang will der Kanton aber prüfen, ob der Einsatz des Zivilschutzes zurückfahren und selber mehr Einsätze übernehmen will. Dass der Zivilschutz bei Asylunterkünften weniger zum Einsatz kommen soll, habe vor allem damit zu tun, dass man die Arbeitgeber von Angehörigen des Zivilschutzes entlasten wolle. Des Weiteren sagen verschiedene Gemeinden im Kanton Luzern, dass sie den Zivilschutz gerne auch anderweitig einsetzen würden, als ausschliesslich zur Sicherung von Asylunterkünften, so Ruedi Fahrni.

Audiofiles

  1. Der Kanton Luzern plant den Asyl-Notfall. Audio: Tise Oetterli

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