Pflegefachpersonal soll mehr ärztliche Aufgaben übernehmen

Luzerner Kantonsspital reagiert auf Ärztemangel mit Pilotprojekt

im Luzerner Kantonsspital soll das Pflegefachpersonal mehr ärztliche Aufgaben übernehmen

Wegen des Ärztemangels und auch der ärztlichen Überbelastung ruft das Luzerner Kantonsspital ein Pilotprojekt ins Leben, bei welchem dem Pflegefachpersonal mehr ärztliche Aufgaben übertragen werden sollen.

Im Kantonsspital Winterthur wurde eine entsprechendes Projekt bereits eingeführt. Dort werden Pflegefachleute speziell ausgebildet, so dass diese in Ärzteteams integriert werden können, welche Operationen durchführen. Die sogenannten Clinical Nurses betreuen seit zwei Jahren stabile Patienten, führen Visiten durch und schauen für eine lückenlose Dokumentation der Patientenunterlagen. Das Ziel sei es, dass Assistenzärzte und Assitenzärztinnen so mehr Zeit für die Vorbereitung auf Operationen haben. Dies ist einem Bericht des Tages-Anzeigers zu entnehmen.

Und genau ein solches Pilotprojekt ist nun im Luzerner Kantonsspital geplant. Wie Michael Dörin, Departementsleiter Pflege & Soziales und auch Mitglied der LUKS-Geschäftsleitung, gegenüber Radio Pilatus sagte, erhofft man sich grosse Vorteile davon. Das Pflegefachpersonal habe die Möglichkeit tiefer und intensiver Einblicke zu erhalten und neue Aufgaben zu übernehmen. Die Ärzte werden entlastet und es stärke die Zusammenarbeit zwischen Pflegefachpersonal und Ärzteteams. Ein grosser Vorteil sei vor allem aber für den Patienten vorhanden. Die Betreuung und Bindung zwischen Pflegefachpersonal und Patienten beginne noch früher und intensiver. Man werde durch die ganze Zeit von der selben Person betreut und auch die Familienmitglieder haben eine konkrete Ansprechperson. Dies fördere den Austausch und stärke das Vertrauen. Im Endeffekt sei es für alle eine Win-Win-Situation.

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