Ruag mit Rekordgewinn und neuer Halle

117 Millionen Reingewinn Franken trotz starkem Franken

Die neue Raumfahrthalle kostete 30 Millionen Franken: Hightech für den Raketenbau. Die neue Raumfahrthalle der Ruag in Emmen: Hier ist erstmals die Serienproduktion von Nutzlastverkleidungen möglich. Die "Backform" für die Nutzlastverkleidung: Die einzelnen Schichten werden über die Metallform gelegt und dann in den Ofen geschoben.

Der Technologie- und Rüstungskonzern RUAG hat im vergangenen Geschäftsjahr einen Rekordgewinn von 117 Millionen Franken erwirtschaftet, dies trotz des starken Frankens. Mehr als die Hälfte des Umsatzes erwirtschaftete das Unternehmen im zivilen Bereich. Das Waffengeschäft machte 45 Prozent des Umsatzes aus.

Das Rekordergebnis sei Beweis dafür, dass die Schweiz für die Industrie ein attraktiver Standort sein könne, so RUAG-Chef Urs Breitmeier bei der Präsentation der Jahreszahlen. Möglich machten das gute Resultat auch die Mitarbeiter, die seit Mitte letzten Jahres teilweise 43 Stunden pro Woche arbeiteten ohne höhere Löhne. Die Mehrarbeit wird auf Ende dieses Monats wieder aufgehoben, es gilt wieder die 40-Stunden-Woche.

"Serienproduktion" von Raketenteilen

In Emmen nahm die Ruag ihre neue, 30 Millionen Franken teure Raumfahrthalle in Betrieb. Hier können erstmals Nutzlastverkleidungen für die Ariane-Rakete in Serie hergestellt werden. Bei voller Auslastung sollen jährlich bis zu 15 solcher Raketenteile gebaut werden.

Bei der RUAG mit Hauptsitz in Bernarbeiten in der Zentralschweiz rund 1‘600 Personen, die meisten am Standort Emmen. Ingesamt beschäftigt der Konzern weltweit über 8'000 Angestellte.

Audiofiles

  1. Ruag mit Rekordgewinn und neuer Raumfahrthalle in Emmen.. Audio: Urs Schlatter, Radio Pilatus AG

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