Luzerner Kantonsspital: mehr Patienten, weniger Gewinn

Gegenüber 2015 ging der Gewinn um fast 15 Prozent zurück

Kantonsspital Luzern

Das Luzerner Kantonsspital hat im vergangenen Jahr einen Gewinn von 45 Millionen Franken erwirtschaftet. Dies bei einem Umsatz von fast 880 Millionen. Damit ging der Gewinn gegenüber dem Vorjahr um fast 15 Prozent zurück. Ein Zunahme konnte man jedoch bei den Patienten verzeichnen. Mit insgesamt rund 614'000 Patienten wurden soviele Personen im Kantonsspital behandelt wie noch nie.

Der Grund für die steigende Patientenzahl sieht die Spitalleitung in Zentrumsfunktion, welche das Kantonsspital Luzern in der allgemeinen Zentralschweizer Gesundheitsversorgung hat. Das LUKS behandelt zahlreiche komplexe und von Partnerspitälern und Ärzten zugewiesenen Fälle. Hinzu kommt das Einzugsgebiet, welches rund 700'000 Einwohner umfasst.

Im vergangenen Jahr zahlte das LUKS fast 18 Millionen Franken an Dividenden an den Kanton Luzern. Der restliche Gewinn fliesst vollumfänglich in eigene Projekte. Es wird in Fachkräfte, Innovationen, neue Technologien und weitere Projekte investiert. Eine grosse finanzielle Herausforderung wird die geplante Erneuerung des IT-Systems. Man habe eine revolutionäre Lösung gefunden, welche das Spital entlasten und gleichzeitig vorwärts bringen wird, so die Spitalleitung. Nach einer öffentlichen Ausschreibung hat man sich für eine US-amerikanischen Anbieter entschieden, welcher dieses neue System betreut. Da sich jedoch ein in der Ausschreibung unterlegener Anbieter nun sogar gerichtlich gegen den Entscheid des LUKS vorgeht, ist die Einführung des neuen IT-Systems auf unbestimmte Zeit verschoben.

Weitere Grossprojekte welche in naher Zukunft anstehen sind bauliche Neuerungen bei den Spitälern Luzern und Sursee. Hinzu kommt natürlich auch noch der geplante Neubau des Spitals Wolhusen.

Audiofiles

  1. Das Kantonsspital Luzern: weniger Gewinn, mehr Patienten. Audio: Sämi Deubelbeiss

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