1 Jahr nach dem Vergewaltigungsfall von Emmen

Trotz umfassenden Ermittlungen ist der Täter noch immer flüchtig

Die Polizei untersucht den Tatort im Gebiet Dammweg - Schwanderhoferstrasse in Emmen. Die Polizei untersucht den Tatort im Gebiet Dammweg - Schwanderhoferstrasse in Emmen. Die Polizei untersucht den Tatort im Gebiet Dammweg - Schwanderhoferstrasse in Emmen.

Auch ein Jahr nach dem Vergewaltigungsfall von Emmen ist der Täter noch immer auf der Flucht. Am 21. Juli 2015 wurde eine junge Frau auf dem Heimweg brutal überfallen und vergewaltigt. Sie zog sich derart schwere Rückeverletzungen zu, dass sie seither querschnittgelähmt ist. Trotz umfassenden Ermittlungen ist es der Polizei bislang nicht gelungen, den Täter zu fassen.

Von aussen betrachtet drängt sich die Frage auf, warum? Ist der Täter zu schlau? Simon Kopp, Mediensprecher der Luzerner Staatsanwaltschaft sagt gegenüber Radio Pilatus, dass man diese Frage erst beantworten könne, wenn man den Täter gefasst habe. Erst dann wisse man, wie er vorgegange ist und warum man ihn so lange nicht erwischt hat.

Eines ist klar, die Luzerner Polizei untenahm vieles um dem Täter auf die Spur zu kommen:
- knapp 10'000 Personendaten wurden ausgewertet
- 1'863 Handydaten von Personen, welche zur Tatzeit in der Nähe waren, wurden detailliert untersucht
- laufend wurden Hinweise aus der Bevölkerung geprüft
- 3 Personen wurden zeitweise verhaftet, jedoch wieder auf freien Fuss gelassen
- 371 Männer wurden zu einem Massen-DNA-Test aufgeboten

Und dennoch gelang es bislang nicht, dem Täter auf die Spur zu kommen. Die Luzerner Polizei fahndet noch immer nach sechs Personen im Zusammenhang mit dem DNA-Test, welche sich zurzeit im Ausland aufhalten. Hier sei die Zusammenarbeit mit den ausländischen Behörden nicht immer ganz eifach, so Simon Kopp weiter. Bei der Luzerner Polizei setzt man jedoch alles daran, auch diese 6 Personen noch vernehmen zu können.

Ermittlungen werden fortgesetzt
Für die Luzerner Polizei sei klar, dass man alles daran setze den Täter zu fassen, so Simon Kopp. Daher könne man auch nicht sagen wie lange die Ermittlungen noch andauern. Ein Ablaufdatum für die Ermittlungen gäbe es nicht. Wie die weiteren Ermittlungen nun aussehen und ob neue Wege eingeschlagen werden, konnte Simon Kopp aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.

Wichtig sei, dass die Luzerner Polizei nach wie vor Hinweisen aus der Bevölkerung nachgehe. Falls jemand neue Erkenntnisse oder Informationen/Hinweise in diesem Fall habe, so bittet die Luzerner Polizei sich mit ihnen in Verbindung zu setzen.
 

Audiofiles

  1. 1 Jahr seit dem Vergewaltigungsfall von Emmen. Audio: Philipp Breit

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