Die kleine Luzerner Stadtposse

Der Jesuitenbrunnen beim Restaurant Opus sorgt für Aufregung

Eine Kerze auf dem Jesuitenbrunnen Das Restaurant Opus in Luzern

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  1. Der Rechaud-Kerzli-Streit in der Stadt Luzern. Audio: Tise Oetterli

Es war einmal ein Brunnen in der Stadt Luzern: Der Jesuitenbrunnen beim Restaurant Opus an der Reuss. Dieser avancierte im Jahre 2016 zum neuen Brennpunkt in der Stadt Luzern.

Die Geschichte beginnt mit einem Telefonat der städtischen Verwaltung. Die Abteilung Stadtraum und Veranstaltungen meldete sich beim Wirt des Restaurants Opus. Dieser dekoriert seit ein paar Jahren den historischen Jesuitenbrunnen direkt neben seinem Restaurant mit Kerzen. Rechaudkerzen in Gläsern. Für die einen ein stimmungsvoller, romantischer Anblick am Ufer der Reuss in der schönsten Stadt der Welt, für die anderen ein Verstoss gegen die öffentliche Ordnung.

Es ist also Feuer im Dach wegen ein paar Rechaudkerzli. Der Opus-Wirt hat sich die Finger verbrannt. Die Stadt sagte ihm, er müsse diese Lichter löschen. In der Stellungnahme der Stadt heisst es: "Bei Brunnen, welche auf öffentlichem Grund stehen, haben mindestens drei Seiten des Brunnens öffentlich zugänglich sein müssen."

Der Entscheid der Stadt ist in einem Mailverkehr dokumentiert. Gegenüber Radio Pilatus hat die Abteilung Stadtraum und Veranstaltungen ihren Entscheid bestätigt. Der Opus-Wirt darf deshalb seine Kerzen nicht mehr auf dem Brunnen aufstellen. Weil er aber für seine Idee Feuer und Flamme ist, will er es dennoch tun. In diesem Fall drohe ihm eine Anzeige, so die Stadt. 

Der Jesuitenbrunnen wird also zum neuen Brennpunkt in der Leuchtenstadt Luzern. Nach dem "Lampen-Streit" beim Hotel Schweizerhof folgt nun also der Rechaudkerzli-Gate. Ob der Stadt in diesem Fall noch ein Licht aufgeht, ob es einen Lichtblick für den Opus-Wirt gibt oder ob die Erde verbrannt bleibt, die Antwort darauf liegt im Moment noch im Dunkeln....

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