Schweizer Kampfstiefel werden zu Hungerlöhnen hergestellt

VBS will sich nicht dazu äussern

Wie viel Schweiz steckt noch in der Schweizer Armee? Zumindest in den neuen Kampfstiefel nicht mehr viel. Wie die Sendung «Rundschau» des Schweizer Fernsehens berichtet, werden diese in Rumänien zu Hungerlöhnen produziert.

Die Rekruten der Schweizer Armee erhalten neue Kampfstiefel. Das Modell KS 90 hat ausgedient. Neu gibt es den KS14. Schweizerisch ist dieser Schuh allerdings ganz und gar nicht. Er wird nämlich in Rumänien produziert. Wie die Sendung «Rundschau» von SRF berichtet, zu Hungerlöhnen.

Zwar würde der Mindestlohn von zwei Franken pro Stunde eingehalten. Davon leben könnten die Menschen in Rumänien aber nicht. Aktivisten fordern in der «Rundschau» mehr Verantwortung von der Schweiz. Die Schweiz als Auftraggeber könne Einfluss auf die Löhne nehmen. Unterstütze er solche Hungerlöhne jedoch, ändere sich nichts.

Das Verteidigungsdepartement wollte gegenüber der «Rundschau» keine Stellung nehmen. Unteranderem mit dem Verweis darauf, dass grundsätzlich keine Einsicht in Verträge gewährt werde.

Audiofiles

  1. Kampfstiefel der Armee werden in Rumänien produziert. Audio: Franziska Boser

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