Der Schutzverband fürchtet sich vor mehr Fluglärm

Er wehrt sich in einer Vernehmlassung zum Sachplan Militär 2017

Eine FA 18 durchbricht eine Schallmauer

Der Schutzverband der Bevölkerung um den Flugplatz Emmen fürchtet sich vor mehr Flugbewegungen in der Zentralschweiz. Grund dafür ist, dass die militärische Nutzung des Flugplatzes Sion bis in spätestens fünf Jahren eingestellt wird. 

Das VBS hat eine Vernehmlassung zum Sachplan Militär 2017 gestartet. Darin soll unter anderem geklärt werden, wo die Kampfjets des Flugplatzes von Sion zukünftig stationiert werden. Bis spätestens in fünf Jahren soll die militärische Nutzung des Flugplatzes Sion eingestellt werden. Dies hat zur Konsequenz, dass der Kampfjetbetrieb zukünftig auf die Flugplätze Payerne, Meiringen und Emmen beschränkt wird. Der Schutzverband fürchtet sich deshalb vor mehr Fluglärm rund um den Flugplatz Emmen und spricht gar von einer Verdoppelung der Flugbewegungen. Nach bisher 3'400 könnten zukünftig 6'000 bis 7'000 Flugbewegungen stattfinden. Die Mehrbelastung, die sich aus dem Entwurf des Sachplans Militär 2017 ergebe, sei für die Flugplatzregion Emmen und die ganze Zentralschweiz inakzeptabel.

Genaue Zahlen seitens des VBS werden im nächsten Jahr folgen
Weiter kritisiert der Schutzverband die Informationspolitik des VBS. So habe man in den letzten Jahren zu keinem Zeitpunkt genaue Zahlen zu den zukünftig geplanten Flugbewegungen am Standort Emmen erhalten. Das VBS widerspricht den Aussagen des Schutzverbandes. Sicher könne es zu einer Zunahme kommen, von einer Verdoppleung könne aber keine Rede sein. Genaue Zahlen würden erst im nächsten Jahr bekannt, hiess es auf Anfrage von Radio Pilatus. 

Der Schutzverband der Bevölkerung um den Flugplatz Emmen hat sich mit einer Vernehmlassung an das VBS gewandt und mit einem Brief an Kanton und Gemeinden zum Widerstand gegen die Pläne aufgerufen. Die Bevölkerung kann sich noch bis zum 8. Dezember zum Sachplan äussern, der Kanton hat dafür bis Ende Januar 2017 Zeit.

Audiofiles

  1. Mehr Fluglärm in Emmen befürchtet. Audio: Fabian Kreienbühl

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