Einsprachen gegen Sarneraa-Tal-Projekt

Das geplante Hilfswehr stört die Umweltschutz-Verbände

Visualisierung Hilfswehr Sarneraa, gegen welches Einsprache erhoben wird

Gegen das Hochwasser-Schutz-Projekt Sarneraa-Tal haben verschiedene Umweltschutzverbände Einsprache erhoben. Der Hochwasserstollen wird dabei nicht in Frage gestellt. Die Umweltschutz-Verbände stören sich aber am geplanten Hilfswehr Sarneraa, mit welchem der Seespiegel des Sarnersees künstlich reguliert werden soll.

„Den Hochwasserentlastungsstollen, welcher vom Volk deutlich gutgeheissen wurde, stellen wir nicht in Frage und wollen ihn auch nicht verzögern“ erklärt Antonia Eisenhut, Geschäftsführerin der Gewässerschutzorganisation Aqua Viva. Die Umweltverbände haben aber Mängel festgestellt: Obwohl die Sarneraa gemäss der kantonalen Planung mit „1. Priorität“ revitalisiert werden muss, fallen die ökologischen Massnahmen zu gering aus. Die laut Wasserbaugesetz vorgegebenen Minimalanforderungen zugunsten der Natur werden nicht eingehalten und eine Jahrhundertchance wird vergeben. Damit bliebe die Situation auch für die stark bedrohten Fischarten Äsche, Nase und Seeforelle und andere Wasserlebewesen schwierig.

 

 

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