Mittelitalien: Lawine verschüttet Hotel

Retter befürchten viele Tote

Im kleinen Ort Farindola in Mittelitalien hat eine gewaltige Lawine ein Hotel verschüttet. 27 Personen werden vermisst. Die Lawine war durch mehrere Erdbeben ausgelöst worden.

Die ersten Bilder der Retter zeigen das Ausmass der Zerstörung. Vom vierstöckigen Hotel ist nur noch der oberste Stock zu sehen, ein Teil des Gebäudes ist gemäss Angaben der Rettungskräfte eingestürzt. Der Bürgermeister von Farindola teilte via Facebook mit, das ganze Hotel sei von der Lawine um rund zehn Meter verschoben worden.

Viele Vermisste
Zum Zeitpunkt des Unglücks hielten sich im Hotel vermutlich 27 Personen auf, darunter auch kleine Kinder. Die Chance, jemanden lebend zu retten, sei klein, so die Rettungskräfte. "Wir rufen, aber bekommen keine Antwort", berichtete ein Mitglied des Rettungsteams. Eine Person ist bislang tot geborgen worden. Zwei Gäste des Hotels haben das Unglück überlebt. Sie befanden sich ausserhalb des Gebäudes, als die Lawine aufs Hotel donnerte. Einer der Überlebenden war zum Unglückszeitpunkt kurz zu seinem Auto gegangen, was ihm wohl das Leben gerettet hat. Seine Frau und Kinder befinden sich aber noch im Hotel. 

Schwierige Bergungsarbeiten
Für die Retter ist es enorm schwierig, überhaupt zum Hotel zu kommen. Nach dem Hilferuf brachen die ersten Retter mit Skis auf und brauchten mehrere Stunden, um zum Hotel zu gelangen. Die Rettungswagen blieben neun Kilometer vom Hotel entfernt stecken, weil andere Lawinen die Strassen verschüttet haben. Ausserdem ist die Gefahr von weiteren Erdbeben und damit auch weiteren Lawinen noch immer gross.

Erneut Erdbebenregion betroffen

Das von der Lawine betroffene Dorf Farindola liegt nur rund zwei Autostunden von Amatrice entfernt, wo im vergangenen August bei einem Erdbeben rund 300 Menschen getötet worden waren. Auch im Oktober hatte in dieser Region die Erde heftig gebebt.

 

 

Audiofiles

  1. Lawine verschüttet Hotel mit 27 Menschen in Italien. Audio: Andy Hochstrasser

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