Seit Montag sind Insekten auch ein Lebensmittel

Drei Insektenarten sind in der Schweiz zugelassen

Mehlwürmer, Grillen und Wanderheuschrecken - seit Montag sind diese drei Insektenarten in der Schweiz als Lebensmittel zugelassen. Das Bundesamt für Lebensmittel und Veterinärwesen legt jedoch klar fest, unter welchen Bedingungen die Insekten verkauft werden dürfen. 

Was in manchen Kulturen schon länger Alltag war, ist nun auch in der Schweiz möglich: Grillen, europäische Wanderheuschrecken und Mehlwürmer dürfen unter bestimmten Voraussetzungen als ganze Tiere, zerkleinert oder gemahlen an Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben werden. Die Insekten müssen jedoch vor der Abgabe tiefgefroren und einer Hitzebehandlung oder einem anderen geeigneten Verfahren unterzogen werden, welches das Abtöten vegetativer Keime gewährleistet.

Hinweis auf Verpackung nötig

Zudem muss beim Verkauf auf der Verpackung klar ersichtlich sein, dass das Produkt Insekten enthält. Diese Information sei wichtig für die Kunden, vor allem für Allergiker, so das Bundesamt für Lebensmittel und Veterinärwesen. Weitere Insektenarten, nebst den Mehlwürmer, Grillen und Wanderheuschrecken, können nur zu Lebensmittelzwecken vermarktet werden, wenn sie zuvor vom Bundesamt bewilligt wurden.

Über 1'900 Insektenarten sind für den menschlichen Verzehr geeignet

Laut der Welternährungsorganisation sind über 1'900 Insektenarten für den menschlichen Verzehr geeignet und werden auch von Menschen gegessen. Weltweit essen heute über zwei Milliarden Menschen regelmässig Insekten. Auch viele Schweizer haben schon einmal Insekten gegessen, zum Beispiel in den Ferien. Verschiedene Umfragen in den vergangenen Jahren zeigten, dass 15 bis 20 Prozent der Schweizer Bevölkerung schon mal Insekten probiert haben.

Audiofiles

  1. Jetzt dürfen Insekten offiziell ins Verkaufsregal. Audio: David von Moos
Insekten als Proteinlieferant Coop lanciert bald ein Hamburger aus Insekten Coop lanciert bald Fleischbällchen aus Insekten Mehlwürmer: ab Mai 2017 landen Insekten auch auf dem Esstisch in der Schweiz

Kommentieren

comments powered by Disqus