Emmen: Rückhalt für die Patrouille Suisse

Luzerner Kantonsparlament will Kunstflugstaffel nicht einschränken

Jet-Staffel der Patrouille Suisse Jet-Staffel der Patrouille Suisse über den Alpen

Die Schweizer Kunstflugstaffel Patrouille Suisse hat im Luzerner Kantonsparlament grossen Rückhalt. Mit einem Vorstoss wollten die Grünen erreichen, dass die Patrouille Suisse keine Trainings- und Formationsflüge mehr über dichtbesiedeltem Gebiet durchführt. Doch das Anliegen war chancenlos.

Auslöser für den Vorstoss war ein Absturz eines Tiger F/5-Kampfjets beim Training für eine Flugshow in Holland vor rund einem Jahr. Der Vorfall zeige, mit welchem Sicherheitsrisiko die Bevölkerung um den Flugplatz Emmen, der der Kunstflugstaffel als Heimbasis dient, seit Jahren lebe, argumentierte die Grüne Kantonsparlamentarierin Monique Frey. Die Lärmimmissionen beeinträchtigten zudem die Lebensqualität der Bevölkerung.

Ein einziger Unfall in 53 Jahren

Das Kantonsparlament lehnte den Vorstoss von Frey mit 92 gegen 19 Stimmen ab. Johanna Dalla Bona von der FDP sagte, die Patrouille Suisse begeistere seit jeher das Publikum und gelte als Aushängeschild der Luftwaffe. Eine absolute Sicherheit gebe es aber nicht. Ein einziger Unfall in der 53-jährigen Geschichte der Staffel zeige auf, dass das Risiko äusserst gering sei. Markus Odermatt von der CVP wies darauf hin, dass der Flugplatz in Emmen ein wichtiger Arbeitgeber in der Region sei und die Verantwortlichen alles unternehmen, um die Sicherheit zu garantieren.

Schon länger bekannt ist, dass die Schweizer Armee auf dem Militärflugplatz Emmen ab 2018 rund 20 Prozent mehr oder 1‘100 zusätzliche Jetbewegungen abwickeln will. Grund ist die Schliessung des regelmässigen Militärflugbetriebs in Sitten.

 

Audiofiles

  1. Luzerner Kantonsparlament steht hinter Patrouille Suisse. Audio: Urs Schlatter

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