Stau an Auffahrt: Das sind die besten Reisezeiten

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Auffahrts-Stau am Gotthard: Am besten reist man am Mittwoch vor 10.00 Uhr oder nachts.

Auffahrt ist heuer am Donnerstag 25. Mai und daher eher spät angesetzt. Daher erwartet Viasuisse umso mehr, dass viele die Brücke machen werden um im Süden frühsommerliche Temperaturen zu geniessen. Die stauintensivsten Zeiten werden am Mittwoch vor Auffahrt und am Sonntag danach erwartet.

Das Auffahrtswochenende bedeutet für viele ein Kurzurlaub in der Sonnenstube der Schweiz. Das Tessin wie auch das nahe Nachbarland Italien ziehen Reisende Richtung Süden. Dies wird die Schweizer Transitstrecke A2 einmal mehr belasten und besonders das Nadelöhr Gotthard-Tunnel verstopfen. Ebenfalls Stau zu erwarten ist auf der alternativen Transitstrecke, der A13 via San Bernardino-Tunnel.

Intensiver Hinreiseverkehr ab Mittwoch

Bereits ab 09.00 Uhr am Mittwochmorgen vor Auffahrt erwartet Viasuisse den ersten Stau vor dem Gotthard-Nordportal. Anhaltspunkt für diese Prognose sind die Statistiken der vergangenen zwei Jahre, in denen sich die Verkehrssituation zur selben Zeit ähnlich präsentierte. Während sich der Stau anfangs um die 2 Kilometer bewegt, dürfte die Kilometerzahl gegen Mittag bis auf 6 Kilometer klettern. Der Peak ist dann zwischen 15 und 19 Uhr zu erwarten, mit 9 bis 10 Kilometer Stau vor dem Gotthard-Tunnel. Voraussichtlich sollte die Blechschlange dann rasch kürzer werden und sich bis 01.00 Uhr am Auffahrtsmorgen auflösen.

Am Auffahrts-Donnerstag wird bereits ab 06.00 Uhr Stau vor dem Nordportal in Göschenen erwartet. Starke Nerven sind besonders zwischen 10 und 14 Uhr gefragt, wenn die Fahrzeugkolonnen auf 10 Kilometer anwachsen können. Konkret bedeutet dies, dass bis zu einer Stunde und 45 Minuten im Auto ausgeharrt werden muss. Bis um 19 Uhr sollte man dann wieder freie Fahrt haben Richtung Süden.

An diesen Orten ist am Auffahrtswochenende mit Stau zu rechnen.

Warum immer durch den Gotthard-Tunnel?

Wer aus dem Grossraum Zürich, aus der Ostschweiz oder Basel losfährt, der kann auch über die A13 Richtung Süden gelangen. Diese Alternative lohnt sich, wenn es vor dem Gotthard-Tunnel bereits 6 Kilometer Stau hat. Allerdings ist auch diese Route nicht gefeit vor Stau: Zwischen der Verzweigung Sarganserland und dem San Bernardino-Tunnel muss mit Fahrzeugkolonnen gerechnet werden. Reisende aus dem Mittelland können alternativ den Weg durch den Lötschberg und/oder den Simplon ins Auge fassen, der sich meistens als staufrei erweist. Wen es aus der Westschweiz Richtung Süden zieht, dem steht die Variante durch den Grossen St. Bernhard zur Verfügung. Die Fahrt durch diesen Tunnel ist jedoch kostenpflichtig.

Die Pässe stehen als Alternative nur bedingt zur Verfügung. Die Passstrasse über den Gotthard ist seit Sonntag, 21. Mai 2017, geöffnet. Allerdings wird der Verkehr wegen einer Baustelle wechselseitig geführt, weshalb man mit Stau rechnen muss. Die Passstrasse über den Grossen Sankt Bernhard ist immer noch gesperrt. Und der San Bernardino-Pass ist zwar wieder offen, er könnte jedoch je nach Wetter wieder gesperrt werden. Am besten informiert man sich vor der Abreise nach der aktuellen Situation.

Ab Samstag zieht der Rückreiseverkehr an

Vom Kurzurlaub heimwärts geht’s bereits am Samstagmorgen. Viasuisse erwartet ab 9 Uhr die ersten Fahrzeugkolonnen vor dem Gotthard-Südportal. Diese dürften bis 14 Uhr stetig länger werden, denn von 14 bis 18 Uhr ist der High Peak zu erwarten, mit bis zu 9 Kilometern Stau. Bis man wieder flüssig durch den Gotthard-Tunnel Richtung Norden gelangt, könnte es Sonntagmorgen früh werden.

Die intensivste Rückreise-Welle sollte dann am Sonntag auf das Gotthard-Südportal zukommen. Diese bildet sich ab 9 Uhr morgens und wächst dann besonders zwischen 14 Uhr und 22 Uhr an. Während dieser Zeit ist eine Staulänge von bis zu 12 Kilometern zu erwarten, was mindestens drei Stunden Warten bedeutet. Erst ab Mitternacht dürfte sich der Verkehr durch den Gotthard Richtung Norden wieder verflüssigen.

Wann am besten losfahren?

Viasuisse empfiehlt für die Hinreise, wenn möglich bereits am Mittwochmorgen loszufahren. Vor 10 Uhr sollte der Stau vor dem Gotthard-Nordportal in Göschenen noch nicht mehr als 3 Kilometer betragen. Ebenso lohnt es sich, die Reise am frühen Donnerstagmorgen anzutreten. Bis 7 Uhr sind nämlich nicht mehr als 4 Kilometer Stau zu erwarten. Bis dann sollte sich die Wartezeit auf eine Stunde beschränken.

Gar nicht zu empfehlen für die Heimreise Richtung Norden sind der Samstag- und Sonntagnachmittag. Wer hingegen am späten Samstagabend, ab ca. 22 Uhr losfährt, der sollte den Stau umfahren können. Gleiches gilt, wenn man erst in der Nacht von Sonntag auf Montag losfährt.

Unterwegs immer gut informiert

Radio Pilatus informiert tagsüber im Verkehrsservice alle 15 Minuten über den Stau am Gotthard. Zudem gibt es aktuelle Verkehrsinformationen rund um die Uhr hier.

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