Hat das LUKS ein ÖV-Problem?

Ein Vorstoss im Luzerner Stadtparlament wollte dies wissen

Kantonsspital Luzern

Das Luzerner Kantonsspital möchte am bestehenden Standort ein neues Parkhaus mit insgesamt 600 Parkplätzen bauen. Das sind rund 300 mehr als bisher. Dies verstösst jedoch gegen das Luzerner Mobilitätsmanagement, meinen die Grünen der Stadt Luzern. Sie haben in einem Vorstoss bei der Luzerner Stadtregierung nachgefragt.

Der Bau des neuen Parkhauses widerspreche dem über Jahre aufgebauten Mobilitätsmanagement, heisst es im Vorstoss der Grünen. Mit Sicht auf den Klimawandel und seine Folgen müsse das Verkehrswachstum deshalb überwiegend mit dem öffentlichen Verkehr, mit dem Velo- und dem Fussverkehr aufgefangen werden und nicht mit einem Ausbau des motorisierten Verkehrs. Das stimme grundsätzlich, sagt der Luzerner Verkehrsdirektor Adrian Borgula. Das Mobilitätsmanagement sehe vor, dass der MIV (motorisierte Individualverkehr) auf dem heutigen Stand bleibt und nicht weiter ausgebaut wird. Dennoch müsse man sehen, dass ein Kantonsspital, welches sich stetig weiter entwickelt auch ein grösseres Bedürfnis für den MIV entwickelt. Die jetzige Situation sei, besonders zu Stosszeiten, alles andere als befriedigend, so Adrian Borgula weiter.

Das Kantonsspital betreibe seinerseits seit Jahren ein sehr gutes Mobilitätsmanagement. Man versuche Probleme selber in den Griff zu bekommen und unternehme einiges dafür, sagt Adrian Borgula. So erhalten Mitarbeiter beispielsweise vergünstigte ÖV-Tickets und dürfen zeitweise gar nicht mehr mit dem Auto zur Arbeit fahren.

Baugesuch eingereicht / Stadtparlament diskutiert den Vorstoss
Das Luzerner Kantonsspital hat seine Pläne für den Neubau des Parkhauses bereits seit längerem vorgestellt. Auch ein entsprechendes Baugesuch wurde bereits eingereicht. Dieses lag bis am 15. Mai öffentlich auf. Als nächstes diskutiert nun das Luzerner Stadtparlament über den Vorstoss der Grünen, dies voraussichtlich in der Session Anfang Juni.

Kommentieren

comments powered by Disqus