Mehr Masernfälle in der Schweiz

Die Zentralschweiz ist aber noch nicht davon betroffen

Impfen (Symbolbild)

Die Zahl der an Masern erkrankten Menschen in der Schweiz hat in den vergangenen Monaten zugenommen. Seit Januar gab es 76 registrierte Fälle, 34 mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die Masern waren früher eine weit verbreitete Krankheit, welche hochansteckend ist. Praktisch jeder ungeschützte Mensch wird bei Kontakt mit einem Erkrankten infiziert. Kinder können Fieber bis hin zu Lungen- und Hirnentzündungen bekommen. Aber auch Erwachsene erkranken relativ schwer, vor allem dann, wenn die Masern das Gehirn angreifen. In den vergangenen Monaten hat die Zahl der an Masern erkrankten Menschen in der Schweiz zugenommen. Seit Jahresbeginn registrierte das Bundesamt für Gesundheit bereits 76 Fälle. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 42 Fälle. Nur schon innerhalb der letzten vier Wochen kam es schweizweit zu acht Fällen.

Keine neuen Fälle in der Zentralschweiz, aber trotzdem grosses Thema

Auch wenn die neuen Fälle nicht in der Zentralschweiz aufgetaucht sind, auf die leichte Schultern nehmen Ärzte die Masern auf keinen Fall. Im Kanton Luzern gibt es durchschnittlich 1-2 Masern-Fälle pro Jahr. Besonders problematisch wird es dann, wenn Personen an Masern erkrankt sind, welche in ihrem täglichen Leben mit Kindern oder im Gesundheitssektor arbeiten. Die Masern würden sich sehr schnell ausbreiten, sagt Marco Rossi, Chefarzt Infektiologie beim Luzerner Kantonsspital: "Weil wir wissen wie ansteckend es ist, kommen die Gesundheitsbehörden, machen einen genauen Plan und schauen, welche Personen mit dem Erkrankten Kontakt hatten. Und dann schaut man, wer von diesen Personen geimpft und damit geschützt ist. Und welche Personen man quasi fast unter Quarantäne setzen muss."

Auch wenn es aktuell im Kanton Luzern keine Masern-Fälle gibt, bedeutet das nicht, dass man nicht aufpasst und  auf mögliche Fälle vorbereitet ist. Am besten schützt man sich laut Marco Rossi immer noch mit einer Impfung. Auch das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt die Impfung gegen Masern in Kombination mit derjenigen gegen Röteln und Mumps.

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