Zug: Abschaffung von Schulpsychologen stösst auf Widerstand

Kantonsregierung erteilt SVP-Vorstoss eine Abfuhr

Auf Schulbesuch in Oberägeri: Der Zuger Bildungsdirektor Stephan Schleiss.

Der schulpsychologische Dienst soll im Kanton Zug nicht abgeschafft werden. Die Kantonsregierung hat einen entsprechenden Vorstoss zurückgewiesen.

Der schulpsychologische Dienst sei für Abklärungen im sonderpädagogischen Bereich unerlässlich. Die Behörde habe dazu das nötige Fachwissen. Bei ihrer Arbeit handle es sich um heikle Aufgaben und die beschlossenen Massnahmen hätten nicht selten weitreichende Konsequenzen für das Kind, teilte die Zuger Kantonsregierung mit.  

Nicht zuletzt deswegen seien die Aufgaben des schulpsychologischen Dienstes in der kantonalen Gesetzgebung verankert, so die Regierung weiter. Durch die fachlich kompetente und neutrale Beratung könnten in vielen Fällen unnötige Abklärungen und Massnahmen verhindert werden. Damit helfe der schulpsychologische Dienst mit, die Kosten für den Kanton im Sonderschulbereich tief zu halten.

Behörde arbeitet effizient

Im Vergleich zu anderen Kantonen sei die Sonderschulquote von 2,4 bis 2,8 Prozent Prozent über die vergangenen sieben Jahre relativ tief. Ausserdem arbeite der schulpsychologische Dienst mit knappen Ressourcen – auf rund 1'900 Schüler kommt laut der Regierung gerade mal ein Pensum – sehr effizient.

Eine Abschaffung des schulpsychologischen Dienstes sei aus all diesen Gründen unzweckmässig und deswegen abzulehnen. Die SVP-Fraktion im Zuger Kantonsparlament hatte Anfang Mai einen entsprechenden Vorstoss eingereicht. 

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