Flugplatz Buochs: Volk entscheidet über Ausbau

Gegner fürchten Kosten und Fluglärm

Der Flugplatz in Buochs

Auch nach dem Abzug der Armee soll der Flugplatz Buochs weiterbetrieben werden. Regierung und Parlament wollen 10 Millionen Franken investieren. Der entsprechende Kredit kommt nun vors Stimmvolk.

Am 26. November entscheiden die Stimmberechtigten im Kanton Nidwalden über den Kredit von zehn Millionen Franken für die Modernisierung des ehemaligen Militärflugplatzes Buochs. Der Kanton Nidwalden will den Flugplatz weiterhin zusammen mit den Pilatus Flugzeugwerken betreiben. Diese selbst sollen ebenfalls zehn Millionen Franken an die Modernisierung beisteuern. Die insgesamt 20 Millionen Franken fliessen hauptsächlich in neue Abstellflächen und Hangars für Flugzeuge, Betriebsgebäude und Massnahmen für die Flugsicherheit.

Bereits seit Jahren wurden mögliche Pläne für diese Sanierung geprüft. Im Frühjahr 2016 hatte sich der Kanton Nidwalden für die obige Variante entschieden (Radio Pilatus berichtete). Im Sommer 2017 hatte sich auch das Nidwaldner Kantonsparlament mehrheitlich hinter die Pläne der Regierung gestellt (Radio Pilatus berichtete).

Kritik von Schutzverband an den Sanierungsplänen

Der Schutzverband der Bevölkerung um den Flugplatz Buochs befürchtet hingegen, dass nach der geplanten Modernisierung dereinst auch grössere Passagierflugzeuge in Buochs landen könnten, was für deutlich mehr Lärm im Gebiet sorgen würde. Dies unter anderem deshalb, weil mit dem neuen Hotel-Ressort auf dem Bürgenstock künftig auch reiche Touristen aus den Golfstaaten mit ihren Privatjets nach Nidwalden kommen könnten. 

Dem widersprach der Kanton. Bereits heute sei es möglich, dass grössere Jets in Buochs landen würden. Dies, sofern sie die nötigen Bewilligungen erhalten. Für die Nidwaldner Regierung war aber schon früher klar, dass der Flugplatz Buochs kein Regionalflughafen werden soll (Radio Pilatus berichtete). 

Audiofiles

  1. Abstimmungsvorschau Modernisierung Flugplatz Buochs. Audio: David von Moos

Kommentieren

comments powered by Disqus