Stadt Luzern will altes Krematorium umnutzen

Denkmalpflege und Ortsbildschutz setzen Möglichkeiten Grenzen

Das alte Krematorium beim Friedhof Friedental in der Stadt Luzern Das alte Krematorium beim Friedhof Friedental in der Stadt Luzern Das alte Krematorium beim Friedhof Friedental in der Stadt Luzern Das alte Krematorium beim Friedhof Friedental in der Stadt Luzern Das alte Krematorium beim Friedhof Friedental in der Stadt Luzern Das alte Krematorium beim Friedhof Friedental in der Stadt Luzern Das alte Krematorium beim Friedhof Friedental in der Stadt Luzern Das alte Krematorium beim Friedhof Friedental in der Stadt Luzern

Das alte Krematorium und die umliegenden Grünflächen beim Friedental in der Stadt Luzern sollen umgenutzt werden. Schon im Frühling wollen die Verantwortlichen mit möglichen Interessenten zusammensitzen.

Das bald 100-jährige Krematorium beim Friedhof Friedental der Stadt Luzern soll umgenutzt werden. Man könne sich verschiedene Nutzungen vorstellen, teilte die Stadt Luzern am Mittwoch mit. Der Medienmitteilung zufolge wollen die Verantwortlichen dazu noch in diesem Jahr ein denkmalpflegerisches Gutachten in Auftrag geben. Ein Workshop mit möglichen Interessenten ist im kommenden Frühling vorgesehen.

Das alte Krematorium steht seit dem Neubau vor 12 Jahren praktisch ungenutzt leer. Die technischen Anlagen sind seit dem Neubau 2005 nicht mehr in Betrieb und der Flächenbedarf für Gräber ist gemäss der Stadtverwaltung seit Jahren rückläufig. Einzig die Abdankungshalle im Erdgeschoss des alten Krematoriums, das im Eigentum der Stiftung Luzerner Feuerbestattung (STLF) ist, wird weiterhin genutzt. Faktisch gehören die gesamte parkähnliche Anlage rund um das alte Krematorium seit dem Auslaufen des Baurechtsvertrags mit der STLF seit Ende 2011 der Stadt Luzern.

Schützenswertes Areal

Eine gemischte Projektgruppe der Stadt und der Stiftung STFL unter der Leitung der Stadtgärtnerei hat nun die Aufgabe, die künftige Nutzung des alten Krematoriums und der umliegenden Grünflächen zu klären und umzusetzen. Ausserdem soll definiert werden, wer für die Bewirtschaftung der Gebäude und der Flächen verantwortlich ist. Überdies ist die langfristige Finanzierung zu regeln.

Das 1926 eingeweihte Krematorium mit seinem vorgelagerten terrassierten Urnenfriedhof samt Hallenanlage ist als Kulturgut von nationaler Bedeutung im Bundesinventar aufgeführt. Die gesamte Anlage liegt in der städtischen Friedhofszone und in der Zone für öffentliche Zwecke und ist überdies im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz eingetragen. Diese Umstände schliessen laut der Stadtverwaltung lärmintensive Nutzungen aus.

Mit den Resultaten des Gutachtens rechnet die Projektgruppe Ende Frühling 2018. Finanziert wird das Gutachten zu je einem Drittel von der Stadt Luzern (Stadtgärtnerei), dem Kanton Luzern (Denkmalpflege) und der STLF. Wann die öffentliche Ausschreibung des Areals erfolgt, ist gemäss der Stadtverwaltung noch offen und hängt vom Gutachten und von den Resultaten des Workshops ab.

Audiofiles

  1. Stadt Luzern will altes Krematorium umnutzen. Audio: David von Moos / Maik Wisler

Kommentieren

comments powered by Disqus