Küssnacht: Tunnelbohrmaschine steht still

Vortrieb geht im ersten Quartal 2018 weiter

Bei der Südumfahrung von Küssnacht bleiben die Ausbrucharbeiten am Tunnel bis im ersten Quartal 2018 unterbrochen. Im September senkte sich eine Sandschicht und es entstand ein riesiges Loch. Bereits im Juli hatte ein Wassereinbruch für Probleme gesorgt. Wie der Kanton Schwyz mitteilte, ist die Eröffnung der Südumfahrung aber weiterhin im Jahr 2019 möglich.

Die Probleme begannen im vergangenen Juli mit dem Wassereinbruch. Die Tunnelbohrarbeiten wurden deshalb von der Nord- auf die Südseite des Umfahrungstunnels verlegt. Als dann vor zweieinhalb Monaten wegen eines Sandeinbruchs auch noch ein riesiger Krater aufgerissen wurde, stoppte man die Ausbrucharbeiten komplett. Mit verschiedenen aufeinander abgestimmten technischen Massnahmen würden nun die Voraussetzungen für die Wiederaufnahme der Tunnelbohrarbeiten geschaffen, heisst es in einer Mitteilung. Der Tunnelvortrieb soll im ersten Quartal nächsten Jahres wieder aufgenommen werden.

Die Eröffnung im Jahr 2019 ist weiterhin möglich

Der Terminplan soll trotz dieser unerwarteten Probleme eingehalten werden. Die Eröffnung der Südumfahrung von Küssnacht am Rigi im Jahr 2019 sei weiterhin möglich, so die Verantwortlichen. Um den Terminplan einhalten zu können, zieht man nun andere Arbeiten vor, welche ursprünglich für später geplant waren.

Mehrkosten sind unklar

Durch den Unterbruch und die zusätzlichen Sicherungsmassnahmen entstehen Mehrkosten. Wie hoch diese sind, kann der Kanton Schwyz noch nicht beziffern. Nach heutigem Stand soll aber der bewilligte Kredit von rund 120 Millionen Franken eingehalten werden.

Audiofiles

  1. Tunnelbohrarbeiten in Küssnacht sind vorläufig unterbrochen.. Audio: Urs Schlatter, Radio Pilatus AG
Acht Meter tiefes und fünf Meter breites Erdloch in Küssnacht, welches entstand, als der Tunnelvortrieb der Südumfahrung auf eine Sandlinse stiess. Das Loch wird nun mit Beton abgedichet. Blick in den Tunnel der Südumfahrung Küssnacht: Die Ausbrucharbeiten sind bis ins erste Quartal 2018 gestoppt.

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