21 Millionen Franken für Luzerner Kulturförderung

Der Kanton Luzern gibt damit rund 260'000 Franken weniger aus als im Vorjahr

Das KKL Luzern: Das Vorzeige-Objekt der Luzerner Kultur.

Der Kanton Luzern will in diesem Jahr die Luzerner Kulturbetriebe mit insgesamt über 21 Millionen Franken unterstützen. Das sind 260-tausend Franken weniger als im Vorjahr.

Im vergangenen Jahr strich der Kanton Luzern insgesamt rund 500'000 Franken in der Kulturförderung zusammen. Dies um den angeschlagenen Finanzhaushalt zu entlasten. Betroffen von den Kürzungen waren sowohl die grossen Kulturbetriebe wie auch freie Kulturschaffende. Nicht zuletzt die Streichung der zweiten Ausschreibung für Förderbeiträge im Sommer 2017 hat diverse Protestaktionen seitens der Kulturschaffenden ausgelöst. Nun wird es der Kultur im Kanton Luzern wieder besser gehen, wie der Kanton Luzern an einer Medienkonferenz bekanntgab. «Kultur findet 2018 statt», sagte Regierungsrat Reto Wyss. 

Der grösste Teil geht an die fünf grossen Kulturbetriebe

Der Kanton Luzern will in diesem Jahr die Luzerner Kulturbetriebe mit insgesamt über 21 Millionen Franken unterstützen. Der grösste Teil der Fördergelder geht in diesem Jahr mit knapp 19 Millionen Franken an die fünf grossen Kulturbetriebe, teilt der Kanton Luzern mit. Namentlich das Luzerner Theater, das Luzerner Sinfonieorchester, das Lucerne Festival, das Kunstmuseum Luzern und das Verkehrshaus der Schweiz. Unverändert bleiben die Beiträge für die regionalen Förderfonds, die Kulturbeiträge für die Landschaft, die mit 250’000 Franken dotiert sind und die Filmförderung, die 400’000 Franken erhält.

Dank Übergangsfinanzierungen und Engagement Privater wieder auf richtigem Weg

Für Kulturdirektor Reto Wyss ist die kantonale Kulturförderung eine wesentliche Staatsaufgabe: «Ich sehe Kultur, in der Stadt und in den Regionen, als integralen Bestandteil und wesentlicher Faktor des Zusammenhalts in unserer vielfältigen Bevölkerung», sagte er. Die Kulturförderung, so Wyss, habe ihren Beitrag an die finanzpolitischen Vorgaben des Kantons leisten müssen. Dies habe zu Einschnitten geführt. Es sei aber gelungen, mit Übergangsfinanzierungen und einem Umbau der Swisslos-Erträge sowie mit Akzentsetzungen im Förderbereich die Kultur besser zu unterstützen. Somit wird es 2018 möglich sein, Ausschreibungen für verschiedene Sparten zu lancieren. Zu diesem positiven Ergebnis hat auch das Engagement des privaten Vereins zur Förderung der freien Kulturszene mit einem Beitrag von rund 200’000 Franken beigetragen.

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