Zug: Frühfranzösisch wird nicht abgeschafft

Französischunterricht weiterhin ab der 5.Klasse

Das Zuger Kantonsparlament hält nichts von einer Abschaffung von Frühfranzösisch an der Primarschule. Ein Vorstoss aus den bürgerlichen Reihen für eine Abschaffung war chancenlos. Die Schülerinnen und Schüler beginnen weiterhin bereits aber der 5. Klasse mit dem Französischunterricht. 

Die SVP-Kantonsparlamentarier Jürg Messmer und Philip C. Brunner, sowie der FDP-Vertreter Andreas Hostettler begründeten ihren Vorstoss für die Abschaffung des Frühfranzösisch damit, dass eine zweite Fremdsprache die Schüler überfordere und die deutsche Sprache darunter leide. Zudem habe Französisch seinen Stellenwert längst eingebüsst und sei vom Englisch abgelöst worden. Auch andere Kantone wie Uri und Appenzell Innerrhoden hätten kein Französisch auf Primarstufe, und diese Schüler seien deswegen auch nicht benachteiligt.

Die anderen Parteien hatten für diese Argumentation wenig übrig. Der Entscheid, fiel deutlich mit 48 zu 20 Stimmen.

Die FDP argumentierte, Französisch habe als Landessprache einen hohen Stellenwert. Die Mehrsprachigkeit bringe grosse Vorteile, die man nicht ungenutzt lassen sollte. Gleicher Meinung war die CVP. Französisch sei immer noch wichtig, nicht zuletzt für das Berufsleben. Ausserdem sei es absurd, sich mit Romands auf Englisch unterhalten zu müssen.

Es war nicht das erste Mal, dass der Sprachunterricht im Kanton Zug zur Debatte stand. Im Jahr 2006 kam es deswegen zur Volksabstimmung. Die Zugerinnen und Zuger entschieden damals aber, dass sie zwei Fremdsprachen auf der Primarstufe wollen. Sie stützten also das Frühfranzösisch - genauso wie die Ratsmehrheit an diesem Donnerstag.

Quelle: sda

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