LUKS: Gewinneinbruch bereitet Sorgen

Trotz steigendem Umsatz ging der Gewinn erneut stark zurück

Das Luzerner Kantonsspital

Das Luzerner Kantonsspital (LUKS) hat im vergangenen Jahr so viele Patienten behandelt wie nie zuvor. Der Gewinn ging aber erneut markant zurück. Das stellt die Institution vor Probleme.

Das Luzerner Kantonsspital erzielte 2017 mit seinen Leistungen an den vier Standorten in Luzern, Sursee, Wolhusen und Montana einen Umsatz von 937,2 Millionen Franken. Das sind über 30 Millionen mehr als im Vorjahr, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht. Der Gewinn dagegen brach auf 10,2 Millionen Franken ein. Im Vorjahr waren es 26,5 Millionen Franken gewesen.

Verantwortlich für den Gewinneinbruch waren Rückstellungen für die Pensionskasse, höhere Personalkosten sowohl im medizinischen als auch in den Bereichen Bau und Informatik, höhere Ausgaben beim medizinischen Bedarf und neue Regeln von Bund und Kanton. 17,7 Millionen Franken schüttet das Spital als Dividende an den Kanton aus.

Der Gewinnrückgang bei gleichzeitig steigendem Umsatz stelle das Spital vor eine grosse Herausforderung, wird Direktor Benno Fuchs in einer Mitteilung zitiert. Denn alleine die Massnahmen im Bereich Tarmed dürften 2018 zu einer Gewinnminderung von rund 20 Millionen Franken führen.

Am LUKS wurden im vergangenen Jahr insgesamt 42'649 Patienten stationär behandelt und 618'334 ambulant. Die Gesamtzahl stieg um 3,3 Prozent. Ferner wurden bei 3334 Kinder Geburtshilfe geleistet - eine neue Rekordzahl.

Das Spital hat zudem im vergangenen Jahr einen Hybrid-Operationssaal und ein neues Notfallzentrum sowie ein Zentrum für Intensivmedizin in Betrieb genommen. Eröffnet wurde ein neues Rehazentrum in Wolhusen und eine neue Excellence-Abteilung in Sursee. Zudem wurden verschiedene Bauprojekte in Angriff genommen.

Quelle: sda

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