Jahresrapport der Lufwaffe in Emmen

Beim Treffen ging es unter anderem auch um die neuen Kampfjets

Luftwaffenchef Bernhard Müller hat am Jahresrapport beim Militärflugplatz in Emmen vor falschem Sicherheitsgefühl gewarnt. Zudem ging es unter anderem auch um die geplante Anschaffung der neuen Kampfjets. Dem Programm "Air2030" sprach er ein Lob aus.

Der Kommandant der Luftwaffe kam zu Beginn auf die Machtspiele und Aufrüstungen auf der ganzen Welt zu sprechen. Das fordere ein Umdenken, sagte er. "Auch wir müssen uns fragen: Wie stabil ist die EU noch?", so Müller. Gerade in der Schweiz sei das Gefühl der absoluten Sicherheit weit verbreitet. "Das Rückwärtsschreiten in eine neue Art des Kalten Krieges aber wollen wir kaum zur Kenntnis nehmen", sagte Müller weiter. Auch wenn die Schweiz die Bedrohung als direktes Risiko nicht spüre: "Wir sind keine Insel der Glückseligkeit", mahnte Müller. Wie sich die Lage entwickle, wisse niemand.

Neue Kampfjets und Waffensysteme für bis zu 8 Millliarden Franken

Müller kam auch auf den Planungsbeschluss zu sprechen, den der Bundesrat "Air2030" taufte. Für ihn sei dieser eine "einmalige Chance" für den Erhalt einer glaubwürdigen Verteidigungsbereitschaft. Schliesslich sei diese die "Raison d'Être" einer Armee. Das Paket, über das abgestimmt werden soll, enthält neue Kampfjets, die ab 2025 die F/A-18 ablösen würden. Neue Boden-Luft-Raketen sollen, die heute eingesetzten Luftverteidigungssysteme, ersetzen. Die Kosten belaufen sich auf bis zu 8 Milliarden Franken. Zum Programm gehört zudem ein neues System zur Führung und Luftraumüberwachung.

"Wir müssen alles dafür tun, um das Stimmvolk von der Wichtigkeit dieses Programms zu überzeugen", sagte Müller. Es handle sich um ein bezahlbares Gesamtpaket. Dass Bundesrat und Parlament bestimmten, zu welchem Zeitpunkt über welche Fragen diskutiert und entschieden werde, sei ein grosser Vorteil. So würden nicht die gleichen Fehler begangen wie bei der gescheiterten Beschaffung der Gripen-Kampfjets.

Neue Kampfjets könnte sich auch auf den Flugplatz Emmen auswirken und insbesondere die RUAG. Inwiefern, das gibt es im oben stehenden Beitrag zu sehen.

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