Kapo Schwyz: Regierung wusste von Missständen

Finanzkontrolle brachte bereits im Jahr 2014 Mängel ans Licht

Das Regierungsgebäude des Kantons Schwyz

Im Kanton Schwyz hat die Bundeskriminalpolizei im vergangenen Februar den Logistikchef der Kantonspolizei verhaftet. Zusammen mit einem deutschen Waffenfanatiker soll der Mann im Darknet Gewehre und Pistolen verkauft haben, berichtet der "Tagesanzeiger".  Die Schwyzer Regierung soll bereits seit Jahren von Missständen bei der Kantonspolizei wissen. 

Nachdem vergangene Woche bekannt wurde, dass der ehemalige Logistikchef der Kantonspolizei Schwyz wegen angeblichem Waffenhandel verhaftet wurde (wir berichteten), zeigt sich nun: Die Schwyzer Regierung wusste schon länger über Missstände bei der Polizei Bescheid. Das berichtet der Tagesanzeiger. Die Probleme bei der Polizeilogistik seien weder neu noch unbekannt. Die Schwyzer Regierung habe spätestens seit März 2014 davon gewusst. Damals legte der Bericht der Finanzkontrolle Mängel im Einkaufswesen offen - eine scharfe Reaktion der Regierung blieb jedoch aus. 

Keine Übersicht über Material
Die Beschaffung von neuem Material sei "uneinheitlich und nicht klar" organisiert. Statt mit moderner Software arbeite man mit Excel-Tabellen. Die Folge davon sei ein fehlender Überblick über den Materialverbrauch, Bestand und Wert. Zudem sei das Fehlerrisiko grösser und die Kontrollmöglichkeiten eingeschränkt. 

Die Mängel traten laut dem Tagesanzeiger in jenem Bereich auf, wo der entlassene Logistikchef seit 2002 arbeitete.

Kommentieren

comments powered by Disqus