Eine Million tanzen an Zürcher Street Parade

Mehr Einsätze für Schutz & Rettung

Laut, bunt, schrill und viel nackte Haut: Die grösste Techno-Parade der Welt ist am Samstag durch Zürich gerollt. Rund eine Million Besucher tanzten bei der 27. Street Parade mit.

Dies teilten die Veranstalter gestern Abend per Twitter mit. Damit knackte der Anlass nach 2001 und 2015 zum dritten Mal die Millionen-Grenze. Grund dafür dürften unter anderem die idealen Wetterbedingungen gewesen sein: Bei strahlendem Sonnenschein war es zwar warm, aber nicht zu heiss.

Auch die Einsatzkräfte waren bereits früh gefordert: Sie mussten immer wieder Wege sperren und so die Besucherströme umleiten. Damit wollten sie verhindern, dass sich zu viele Techno-Fans am gleichen Ort sammeln. Selbst die 28 Love Mobiles kamen wegen der vielen Besucher nur langsam voran. Die bunt dekorierten Trucks fuhren ab 14 Uhr eine zwei Kilometer lange Strecke rund ums Zürcher Seebecken ab - vom Utoquai via Bellevue, Quaibrücke und Bürkliplatz zum Hafendamm Enge.

"Friedliche Stimmung"

Jöel Meier, Präsident des Vereins Street Parade, schwärmte gegenüber Tele Züri von der diesjährigen Ausgabe. "Wir wurden überrannt, die Stimmung ist friedlich und es gab keine nennenswerten Zwischenfälle", sagte er kurz nach 19 Uhr, als zwei Drittel der Street Parade vorbei waren. "Es ist so, wie wir uns die Street Parade wünschen."

Mehr Einsätze für Schutz & Rettung

Gegenüber dem Vorjahr um einen Drittel zugenommen haben dafür die Einsätze von Schutz & Rettung, wie sie in einer Zwischenbilanz mitteilten. Mehr Besucher und wärme Temperaturen seien unter anderem Gründe für die bis um 20.30 Uhr total 461 durchgeführten medizinischen Behandlungen. Laut Mitteilung dürfte die Zahl der Patienten und Behandlungen erfahrungsgemäss in der Nacht noch zunehmen.

Zu behandeln gab es bisher vor allem Schnittverletzungen, Schürfwunden, sehr viele Insektenstiche sowie Opfer von übermässigem Drogen- und Alkoholkonsum, wie es weiter hiess. Ausserdem verzeichnete die Organisation zwei schwere Vorfälle: Ein junger Mann verletzte sich beim Kopfsprung von der Quaibrücke infolge des tiefen Wasserstandes und musste mit noch unbestimmten Kopf- und Nackenverletzungen ins Spital gebracht werden. Kurz nach 20 Uhr verletzte sich ein weiterer Mann bei einem Sturz aus grosser Höhe schwer. Auch er wurde mit noch unbestimmten Verletzungen in ein Spital überführt.

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