Schafsrisse durch Wolf in Göscheneralp

Raubtierangriff mit Folgen

Schafsrisse durch Wolf in Göscheneralp UR Schafsrisse durch Wolf in Göscheneralp UR

Dieses Wochenende wurden auf der Alp Ochsenbördli auf der Göscheneralp UR fünf Schafe gerissen. Zwei Tiere fanden die Älpler am Samstagmorgen tot vor, drei weitere Tiere hatten offene Fleischwunden und mussten notgeschlachtet werden. Das teilen die Bauernverbände UR/NW/OW mit. 

Für den aufgebotenen Wildhüter spricht das Rissbild klar für einen Wolf. Für eine definitive Abklärung wurden DNA-Proben genommen, welche diesen klaren Verdacht auch noch 100% bestätigen sollen. Ebenfalls kann somit die Probe evtl. einem Wolf zugeordnet werden, dessen DNA bereits in einer Datenbank vorhanden ist.

Nicht schützbare Alp

Die Schafalp, auf welcher ca. 50 Zuchttiere gesömmert werden, ist offiziell von einer Amtsperson als nicht schützbar eingestuft. Das heisst: Auf der Alp ist es aus topografischer Lage und aufgrund der Grösse nicht möglich Herdenschutz zu betreiben. Nichts desto trotz macht es aber Sinn auch solche Gebiete mit Tieren zu bestossen. Denn genau auf dieser Höhe ist es den Schafen während dem Sommer am wohlsten.

Die Älpler der betroffenen Alp Ochsenbördli fanden an diesem Wochenende nach den Rissen an ihren Tieren keinen weiteren Ausweg, als ihre Schafe bereits am 11. August von der Alp abzutreiben. Das sind fünf bis sechs Wochen früher als normal. Das Risiko eines weiteren Angriffs wäre gemäss Informationen der Bauernverbände UR/NW/OW einfach zu gross. Die fünf Tiere, welche dem Wolf zum Opfer gefallen sind, seien genug.

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