Furka Tunnel wird für 190 Millionen saniert

Der Tunnel soll sicherer werden

Der Furka Basistunnel.

Ein 190-Millionen-Sanierungsprojekt soll den Furka Basistunnel sicherer machen. Dies, weil seit seiner Erbauung keine grösseren Investitionen getätigt worden sind, und der Tunnel dazumal in einem minimalen Ausbaustandart erstellt worden ist.

Der Furka Basistunnel wurde im Jahr 1982 eröffnet und ist seither die einzige sichere Verkehrsverbindung zwischen Uri und dem Wallis in der Winterzeit. Bei seiner Erbauung wurde er nur in einem minimalen Ausbaustandart erstellt. Dies aufgrund von Wassereinbrüchen von bis zu 5000 Litern pro Minute und Steinschlägen. Das führte zu Verzögerungen, für den Endausbau blieb dann schlussendlich nur noch ein Jahr Zeit. Nun soll er dank einem 190-Millionen-Sanierungsprojekt sicherer werden.

Während mehr als 30 Betriebsjahren sind keine grösseren Investitionen getätigt worden. Deshalb seien nun bauliche und sicherheitstechnische Massnahmen notwendig, teilte die Matterhorn-Gotthard-Bahn zum Start der Hauptarbeiten in Realp mit. Die Massnahmen sollen den Bahnbetrieb für die nächsten 50 Jahre sicherstellen.

Den Anforderungen wieder entsprechen

Nicht nur der Tunnel wurde älter, auch die damaligen Normen und Richtlinien entsprechen nicht mehr den heutigen. So entstehen künftig insbesondere mehr Möglichkeiten zur Selbst- und Fremdrettung, die neue Lüftung kann im Brandereignis eine rauchfreie Zone schaffen.

Die Hauptarbeiten aber umfassen die Erneuerung der Kabelanlagen, der Fahrbahn und der Fahrleitung. Künftig wird die Bahn auch nicht mehr auf einer Schotterfahrbahn zu fahren kommen, sondern auf festem Grund.

Tunnel für zwölf Wochen gesperrt

Der knapp 15,4 Kilometer lange Tunnel wird nun voraussichtlich bis 2025 Sanierungsarbeiten unterzogen. Die Arbeiten werden vor allem nachts oder während der regelmässig im Herbst angesetzten Streckensperrungen ausgeführt. Der Tunnel bleibt dann aber gegen Ende der Arbeiten noch einmal während zwölf Wochen komplett gesperrt. Die Kosten für das 190-Millionen-Projekt wird vom Bund und den Kantonen Wallis, Uri und Graubünden bezahlt.

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