Luzerner KMU-Barometer 2019

Luzerner KMU sind optimistisch fürs kommende Jahr

Der Bundesplatz in der Stadt Luzern.

An der Unternehmer-Impulsveranstaltung LUZERN 2019 präsentierte DemoSCOPE die Resultate des diesjährigen KMU-Barometers. Bei dieser Mitgliederumfrage des Gewerbeverbands Kanton Luzern (KGL) wird in das kommende Jahr geschaut. Die Luzerner KMU sind optimistisch, was die allgemeine Wirtschaftslage betrifft.  Schwierigkeiten sehen sie dafür bei der Rekrutierung von Fachkräften und der verkehrstechnischen Erreichbarkeit.

An der Umfrage zu acht wichtigen Wirtschaftsfaktoren nahmen 774 Unternehmen teil, 84 mehr als im Vorjahr. Die Mitglieder des KGL schauen dabei jeweils ins kommende Jahr und wie sich dieses im Vergleich zum aktuellen Jahr entwickelt. Die wichtigste Erkenntnis: Die KMUler glauben an ein weiteres Wachstum der Luzerner Wirtschaft und an eine positive Entwicklung der Auftragslage für ihr Unternehmen. Auch beim Gewinn des eigenen Unternehmens erwarten sie eine Steigerung. Die Aussichten sind sogar noch positiver, als sie bei der Umfrage im vergangenen Jahr waren.

Mit der verbesserten Auftragslage rechnen die KMU auch damit, dass sich ihre Mitarbeiterzahl erhöhen wird. Die Luzerner Wirtschaft darf auf ein Stellenwachstum hoffen. Gleichzeit besteht aber die Befürchtung, dass nicht genügend qualifizierte Fachkräfte gefunden werden, um die Stellen zu besetzen. Hier hat sich der negative Trend im Vergleich zum Vorjahr nochmals verstärkt. Der oft zitierte Fachkräftemangel dürfte sich also eher verschärfen. Diese Befürchtungen ziehen sich durch alle Branchen hindurch.

Die Digitalisierung wird in den KMU weitgehend als Chance gesehen. Es wird erwartet, dass sie einen positiven Einfluss auf die Unternehmen hat. Die Unternehmen sind offensichtlich chancenorientiert und wollen sich die fortschreitende Digitalisierung zunutzen machen. Befürchtungen bestehen hingegen bei der verkehrstechnischen Erreichbarkeit. Hier rechnen insbesondere die KMU in der Stadt und der Agglomeration mit zunehmenden Schwierigkeiten. Scheinbar ist man skeptisch, dass die zunehmenden Herausforderungen in der Verkehrspolitik gemeistert werden können. Dies widerspiegelt die aktuellen Diskussionen wie um die Spange Nord oder die kommunalen Gesamtverkehrskonzepte. Eine zusätzliche Belastung wird zudem bezüglich dem Kostenumfeld erwartet.

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