Stimmvolk soll über Kampfjets entscheiden

Abstimmung über Beschaffung - nicht über Flugzeugtyp

Zwei F/A-18-Jets im Einsatz

Das Stimmvolk soll über die Beschaffung und Finanzierung neuer Kampfflugzeuge abstimmen, nicht aber über einen bestimmten Flugzeugtyp. Nach dem Nationalrat hat auch der Ständerat einer Motion der BDP-Fraktion zugestimmt. Das Parlament stärkt damit dem Bundesrat den Rücken.

Mit dem Vorstoss fordert die BDP, was der Bundesrat in der Zwischenzeit angekündigt hat: Das Parlament soll in einem Planungsbeschluss über die Beschaffung und den dafür vorgesehenen Betrag abstimmen können. Wird das Referendum ergriffen, kann anschliessend das Stimmvolk entscheiden.

Gegen die Motion stellte sich die vorberatende Kommission. Der Bundesrat plane ohnehin, dem Parlament einen Planungsbeschuss zu unterbreiten, argumentierte Erich Ettlin (CVP/OW) im Namen der Kommission. Damit sei die Motion bereits erfüllt. Zudem verlange der Motionstext in Zukunft für jede Kampfjet-Beschaffung eine referendumsfähige Vorlage, obwohl die Schweiz kein Finanzreferendum kenne, kritisierte er.

Hans Wicki (FDP/NW) warnte davor, diesen Weg zu beschreiten. Es sei eine willkürliche Entscheidung, nun auch über den Kauf von Boden-Luft-Raketen abzustimmen, andere Beschaffungen aber nicht vors Volk zu bringen. Wenn schon müsste man das heutige System grundsätzlich ändern.

Stimmvolk soll entscheiden

Von Willkür zu sprechen, sei gewagt, entgegnete Peter Hegglin (CVP/ZG). Er verwies auf die gescheiterte Gripen-Beschaffung. Ähnlich argumentierte Alex Kuprecht (SVP/SZ). Nur das Stimmvolk könne diesen Entscheid rückgängig machen und den Kauf neuer Kampfflugzeuge beschliessen.

Das Paket, das an die Urne kommen soll, hatte der Bundesrat vor einem Jahr geschnürt. Es enthält neue Kampfjets, die ab 2025 die F/A-18 ablösen sollen, und neue Boden-Luft-Raketen. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt maximal 8 Milliarden Franken.

(Quelle sda)

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