Greta Thunberg streikt auch am WEF in Davos

In ihrem Appell sprach die Klima-Aktivistin von einem brennenden Haus

Die 16-jährige schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg war einer der Medienstars am Weltwirtschaftsforum in Davos. In ihrem Appell sprach sie von einem brennden Haus. Anschliessend ging sie auf die Strasse, um mit Schweizer Schülern einen Sitzstreik zu machen.

Die 16-Jährige wirkte in ihrer kleinen Rede ruhig und ernst. In schon fast andächtiger Atmosphäre konnte Greta Thunberg ihre Botschaft überbringen: "Das Haus brennt". Noch 12 Jahre Zeit blieben, um das Problem zu lösen. Und die Lösung sei so einfach, dass sie selbst ein Kind verstehe: "Wir müssen den Ausstoss von Treibhausgasen stoppen." Es sei nötig, dass jeder eine Panik spüre, "wie, wenn dein eigenes Haus brennt, denn das tut es", sagte Thunberg. Kurz zuvor hatte sie im Kongresszentrum die Unternehmenschefs und Politiker zu sofortigen Massnahmen gegen den Klimawandel aufgerufen.

Sitzstreik mit Schweizer Schülern

Nach der Pressekonferenz ging Thunberg, verfolgt und umringt von zahlreichen Kameras - die Strasse entlang zu einer Kreuzung, um dort mit Schweizer Schülern einen Sitzstreik zu machen. Rund 50 Jugendliche haben sich zu ihr gesellt, und das nicht nur aus Davos. Da wurde Greta Thunberg nicht nur x-fach abgelichtet und pausenlos gefilmt, sondern auch von den anderen Jugendlichen neugierig beäugt.

Tweet vor Ort: "School strike week 23"

Ihr Vater, der mit ihr die 65-stündige Reise von Schweden nach Davos angetreten ist, machte ebenfalls ein paar Handy-Aufnahmen, während sie selber auf ihrem Smartphone tippte - möglicherweise, um den Tweet abzusetzen: "School strike week 23". Darunter setzte sie das Foto ihres Sitzstreiks aus Davos. Die 16-Jährige setzt sich seit nunmehr 23 Wochen für ein stärkeres Klimabewusstsein ein. Im Rahmen ihrer Protestaktion "Schulstreik fürs Klima" demonstriert sie jeden Freitag vor dem Reichstag in Stockholm.

Quelle: sda

Kommentieren

comments powered by Disqus