FCL erwartet St. Galler-Fanprotest

Die St. Galler wollen sich am Sonntag nahe des Familiensektors niederlassen

Erst am Mittwochabend haben die FCL-Fans gegen die Anspielzeit im Cup-Viertelfinal protestiert. Am Sonntag steht beim FC Luzern bereits der nächste Fanprotest an. Die St. Galler Fan-Organisation "Dachverband 1879" hat angekündigt, sich am Spiel am Sonntag neben dem Familiensektor niederzulassen. Der FC Luzern verurteilt die geplante Protestaktion der Anhänger des FC St.Gallen 1879 aus Schärfste, wie der Club in einer Mitteilung schreibt. 

Die Anhänger der St. Galler Fan-Organisation "Dachverband 1879" planen am Heimspiel vom kommenden Sonntag, 10. März, eine Protestaktion. Laut Mitteilung des FC Luzerns werden die FCSG-Fans individuell ans Spiel anreisen und sich nicht wie üblich im Gästesektor, sondern im Sektor D1, in der Nähe des Familiensektors, niederlassen. Das Spiel wollen sich die Fans dort nach eigenen Angaben "friedlich und lautstark" anschauen. Der FC Luzern verurteilt dieses Vorgehen aufs Schärfste. 

Verschiedene Vorwürfe gegen den FCL

Die St. Galler Fan-Organisation "Dachverband 1879" hat am Montag auf ihrer Homepage ein Schreiben mit verschiedenen Vorwürfen gegen den FC Luzern und die Luzerner Polizei veröffentlicht. Kritisiert wurden unter anderem das Einlassprozedere mit zu wenigen Eingängen und langwierigen Kontrollen, der Gästebereich mit schlechter Sicht auf das Spielfeld und nicht eingehaltene Abmachungen zwischen den Fans, dem Verein und den Behörden. Wie der FCL in einer Mitteilung schreibt, seien die Vorwürfe haltlos. Auf ein Gespräch mit dem FCL ging die Fan-Organisation nicht ein. 

Dritte Protestaktion in der Rückrunde

Die angekündigte Protestaktion der St. Galler-Fans ist bereits der dritte Vorfall in der Rückrunde der aktuellen Saison, an dem sich Gästefans in einem nicht für sie vorgesehenen Sektor aufhalten. Vorgekommen ist dies beim Heimspiel des FC Thun sowie den Grasshoppers. Wie der FCL in einer Mitteilung schreibt, fordert der Club in Zukunft ein schnelles Handeln sowie eine einwandfreie Unterstützung seitens der Swiss Football League.

Protestaktionen nicht verhinderbar

Laut FCL-Präsident Philipp Studhalter können solche Fanproteste nicht verhindert werden: «Diese Fans haben regulär ein Ticket gekauft. Der FCL kann weder den Ticketkauf noch das Betreten des Sektors D1 durch diese Fans verhindern. Hier zeigt sich einmal mehr, dass es von zentraler Wichtigkeit ist, dass sich die Vereine, ihre Fanorganisationen und die Swiss Football League absprechen, und für alle Beteiligten gute Lösungen finden."

Ticket-Umtausch und Sicherheit

Die FCL-Fans im Sektor D werden sich beim Spiel am Sonntag gegen den FC St. Gallen 1879 dort also mit den St. Galler-Fans aufhalten. Wie der FCL weiter schreibt, hätten diese aber auch die Möglichkeit, ihr Ticket am Spiel gegen eines im Sektor C umzutauschen. Um die Sicherheit der Fans garantieren zu können, wird der FCL am Sonntag mehr Sicherheitspersonal einsetzen.

Audiofiles

  1. FCL-Präsident Philipp Studhalter nimmt Stellung zu den Fanprotesten. Audio: Sämi Deubelbeiss

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