Beinahe 50 Tote nach Schiesserei in Neuseeland

Polizei rät Bevölkerung zu Hause zu bleiben

Bei einem bewaffneten Angriff auf Moscheen in der neuseeländischen Stadt Christchurch hat es mindestens 49 Tote gegeben. Regierungs-Chefin Jacinda Ardern spricht von einem Terroranschlag.

Bei bewaffneten Angriffen auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch sind nach Angaben der Regierung mindestens 49 Menschen getötet worden. Der "Terroranschlag" sei "gut vorbereitet" gewesen, sagte Regierungschefin Jacinda Ardern am Freitag. Beinahe 50 Menschen Menschen seien mit Schusswunden ins Spital gebracht worden, sagt sie weiter. Nach dem Angriff waren den offiziellen Angaben zufolge mehrere Verdächtige - drei Männer und eine Frau - festgenommen worden.

Angreifer nicht als Terroristen bekannt

Die mutmasslichen Angreifer befanden sich laut Ardern nicht auf Terrorlisten. Landesweit sei die höchste Sicherheitsstufe ausgerufen worden. An dem Angriff sei ein Australier beteiligt gewesen, sagte der australischen Regierungschefs Scott Morrison. Der Angriff sei von einem "extremistischen, rechtsgerichteten, gewalttätigen Terroristen" verübt worden, sagte Morrison am Freitag. Dieser sei ein in Australien geborener Staatsbürger seines Landes.

Schulen abgeriegelt

Der genaue Ablauf der Attacke war auch nach Stunden noch unklar. Für den Pazifikstaat Neuseeland ist es eine der schlimmsten Gewalttaten der jüngeren Geschichte. Premierministerin Jacinda Ardern sprach von einer von Neuseelands "dunkelsten Stunden". Aus Sorge vor weiteren Attacken riegelte die Polizei Schulen und andere öffentliche Gebäude stundenlang ab.

Bevölkerung soll zu Hause bleiben

An die Bevölkerung - insbesondere an Muslime - appellierte Ardern, zuhause zu bleiben: "Unter keinen Umständen sollte irgendjemand im Land jetzt zu einer Moschee gehen." Die Sperrung wurde erst am Abend (Ortszeit) wieder aufgehoben. Die Stadt Christchurch hat 350 000 Einwohner und liegt auf der Südinsel des Pazifikstaats.

Quelle: sda

       

Audiofiles

  1. Über 40 Tote nach Schiesserei in Neuseeland. Audio: Liliane Merz, Radio Pilatus AG.

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