Sondierbohrungen für Luzerner Bypass-Tunnel

Mitten in der Reuss wird 50 Meter in die Tiefe gebohrt

Wo dereinst der Luzerner Transitverkehr durchrollen soll, ist heute noch dichter Fels. Das Bundesamt für Strassen (Astra) erkundet deshalb in diesen Tagen den geologischen Untergrund, wo schon bald einmal der Umfahrungstunnel des Strassenprojekts Bypass durchführen soll.

Für das Gesamtsystem Bypass Luzern werden in diesem Jahr im ganzen Raum des geplanten Tunnels Sondierungsbohrungen gemacht. Der rund 3,5 Kilometer lange Strassentunnel soll dereinst den Transitverkehr an den heutigen Anschlüssen Emmen Süd, Luzern-Zentrum und Luzern-Kriens unterirdisch vorbeiführen.

Dieser Tunnel Bypass verläuft nicht nur zwischen Ibach und Kriens, sondern für einen Teil auch unter der Reuss. Auch hier ist die Erkundung des Untergrundes notwendig. Drei der insgesamt 93 Bohrungen müssen deshalb im Gewässer gemacht werden.

50 Meter tiefe Bohrungen

Am Montag fuhr deshalb das Bundesamt für Strassen (Astra) mit grossem Geschütz auf der St. Karli-Brücke auf. Ein Pneukran hievte im Verlauf des Tages Teil um Teil des Pontons (schwimmende Tragfläche) inklusive Bohrgerät von der Brücke in die Reuss. Abgebaut wird die ganze Plattform voraussichtlich wieder am 3. April 2019.

In knapp einer Woche wird nun aber zuerst bis 50 Meter in die Tiefe gebohrt. Die Bohrungen finden etappenweise statt und werden anschliessend im Labor analysiert. Die gewonnenen Erkenntnisse über den Felsen zeigen dann, wie man den Bypass schlussendlich realisieren kann.

Weitere Sondierarbeiten für das 1,7 Milliarden Franken teure Gesamtsystem finden im Raum Buchrain, Rathausen, Ibach, Friedental, Gütschwald und in Kriens statt.

Arbeiter "chauffieren" den Ponton mit dem Bohrgerät an die gewünschte Stelle.

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