Müller Martini baut massiv Stellen ab

Der Familienbetrieb schliesst die Geschäftsstelle in Stans

Die weltweite Digitalisierung hat den Familienbetrieb Müller Martini zu einem Stellenabbau gezwungen. Vor allem trifft es die Geschäftsstelle in Stans. 60 Mitarbeitende sind davon betroffen.

Die Digitalisierung hat auch in der Druckerbranche Einhalt gefunden. Viele Kunden der Firma Müller Martini haben ihre Bestellungen von Neumaschinen reduziert. Das zwingt den Familienbetrieb zu einem Stellenabbau. Besonders betroffen ist die Geschäftsstelle in Stans mit 60 Mitarbeitern.

Die Verantwortlichen des Familienunternehmens hätten in den letzten Monaten alles unternommen, um den Erhalt der Arbeitsplätze trotz des Wegbruchs der betreffenden Aufträge zu sichern. «Zu meinem grossen Bedauern mussten wir schliesslich zur Erkenntnis gelangen, dass wir den markanten Rückgang im Bereich der Neumaschinen nicht ohne schmerzhafte Einschnitte auffangen können. Obwohl der Schritt aus unternehmerischer Sicht zwingend ist, fällt er mir und der ganzen Unternehmensführung ausserordentlich schwer», sagt CEO Bruno Müller.

115 Stellen gestrichen

In den kommenden Monaten werden rund 115 von aktuell 800 Arbeitsplätzen in der Schweiz abgebaut. Darunter ist auch die Schliessung der Teilefertigung in zur Müller Martini Maschinen & Anlagen AG in Hasle gehörenden Betriebsstätte in Stans vorgesehen.

Die Geschäftsleitung betont, dass es ihre unternehmerische Pflicht sei, eine möglichst soziale Lösung zu finden. Der Stellenabbau soll daher wo immer möglich über ordentliche oder vorzeitige Pensionierungen, Altersteilzeit und natürliche Fluktuationen abgefedert werden. Dazu werde nun umgehend ein entsprechender Sozialplan ausgearbeitet.

Müller Martini Standort Stans

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