Kredite für Dritte besorgt

Luzerner Justiz bestraft zwei Männer wegen Betrugs

Kriminalgericht Luzern am Alpenquai

Das Kriminalgericht Luzern hat zwei Männer wegen gewerbsmässigen Betrugs und Urkundenfälschung zu einer bedingten Freiheitsstrafe sowie zu einer Busse verurteilt. Die Männer hatten mit falschen Unterlagen für Dritte Kredite von total 300'000 Franken besorgt. Sie selbst zogen einen eher kleinen Profit daraus.

Das Kriminalgericht bestrafte einen 40-jährigen Schweizer und einen 36-jährigen Kosovaren wegen Betrugs.  Der Schweizer arbeitete bei einer Bank und fälschte Lohnabrechnungen für Arbeitslose oder Personen mit tiefen Einkommen, damit diese von seinem Geldinstitut einen Kredit erhielten. Er wurde mit 24 Monaten bedingt bei einer Probezeit von zwei Jahren betraft. Dazu sprach das Luzerner Kriminalgericht eine Busse von 4000 Franken aus. Vermittelt wurden diese Kreditnehmer vom 36-jährigen Kosovaren. Er wurde mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 22 Monaten sowie einer Geldstrafe von 3500 Franken bestraft.

Mehrere Lohnpfändungen eingeleitet

Die total sieben Kreditnehmer, die sich ebenfalls strafbar machten, zahlten dem Vermittler 2000 bis 4000 Franken. Dieser teilte das Geld mit seinem Komplizen. Der Profit der beiden Männer bewegte sich bei total je etwa 10'000 Franken. Insgesamt konnten die beiden Männer mit ihrem Betrug den Abschluss von sieben Darlehensverträgen und einer Krediterhöhung im Gesamtumfang von 298'000 Franken erwirken. Die Kreditnehmer konnten ihre Schulden nicht oder nur zu kleinen Teilen zurückzahlen. Gemäss Anklageschrift waren mehrere Lohnpfändungen eingeleitet worden.

Die beiden Männer gaben die ihnen vorgeworfenen Taten zu und zeigten sich im Strafverfahren kooperativ und einsichtig. Die Urteile kamen im abgekürzten Verfahren zustande und sind rechtskräftig.

Quelle: sda

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