Berufsbildungstag in der Zentralschweiz

Fünf Personen aus der Zentralschweiz sprechen über ihre Berufswege

Meira Lapierre bei ihrer Arbeit als Fachangestellte Gesundheit. Julijana Mitreska (links) holt ihren Berufsabschluss bei Maxon Motor nach. Jonas Kaufmann hat während drei Monaten bei der CSS im Tessin gearbeitet. Der Tessiner Alessandro Gilardi macht bei der Pilatus Flugzeugwerke AG eine Lehre mit Berufsmaturität. Natalie Moscatelli hat beim «Happy Buddha Shop» in Bournemouth ein Praktikum gemacht.

Die Schweiz ist ein Land der Bildung. Längst können nicht nur jene Personen Karriere machen, die ans Gymnasium gehen und dann an einer Universität studieren. Dass man auf ganz verschiedene Arten Berufserfahrungen sammeln kann, zeigen fünf Beispiele aus den Kantonen Luzern, Ob- und Nidwalden.

Julijana Mitreska (links) holt ihren Berufsabschluss bei Maxon Motor nach.

Berufsabschluss für Erwachsene

In der Schweiz haben 12 Prozent der Arbeitnehmer keinen Berufsabschluss. Unter ihnen ist auch Julijana Mitreska. Seit 13 Jahren arbeitet sie bei Maxon Motor in Sachseln in der Produktion. Nun kann die 33-jährige Mutter einen Berufsabschluss nachholen.

Julijana Mitreska produziert Motoren, zum Beispiel für Herzschrittmacher oder Infusionspumpen. Einen Abschluss für diesen oder überhaupt irgendeinen Beruf hat sie nicht. Bei ihrem Arbeitgeber, dem Obwaldner Motorenhersteller Maxon Motor, kann sie dies nun nachholen. In den vergangenen zwei Jahren ist sie jeweils samstags zur Schule gegangen, am Mittwochabend hat sie an einem Skype-Unterricht teilgenommen. Wie es ihr dabei erging, warum Maxon Motor das Angebot macht und auch selbst davon profitiert, Antworten gibt es hier:

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  1. Julijana Mitreska zu ihrem nachträglichen Berufsabschluss. Audio: Caroline Dettling
Meira Lapierre bei ihrer Arbeit als Fachangestellte Gesundheit.

Berufsmatur flex GeSo

Viele Jugendliche in der Schweiz machen beim Start der Lehre ihre ersten Schritte in die Arbeitswelt. Im Vorfeld können einige nur schlecht einschätzen, wie sie mit der Arbeit und der Berufsschule klarkommen werden. Schwierig ist es deshalb auch zu entscheiden, ob die Berufsmatur lehrbegleitend gemacht werden soll oder nicht. Um diesen Entscheid zu erleichtern, gibt es nun ein neues Programm.

Beim Programm BM flex GeSo starten die Jugendlichen ihre Lehre im Gesundheitswesen ganz normal. Während des ersten Jahres können sie entscheiden, ob sie die Berufsmaturität lehrbegleitend machen wollen. Falls ja, müssen sie an einer Aufnahmeprüfung teilnehmen. Start des BM-Schulunterrichts ist dann ab dem zweiten Lehrjahr. Mehr Informationen dazu gibt es im Beitrag von Radio Pilatus:

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  1. Meira Lapierre und Karin Hirschle zu BM flex GeSo. Audio: Caroline Dettling
Natalie Moscatelli hat beim «Happy Buddha Shop» in Bournemouth ein Praktikum gemacht.

Praktikum im Ausland

Natalie Moscatelli ist gerade einmal 19 Jahre alt und hat bereits Berufserfahrung im Ausland gesammelt. Während einem Monat hat die gebürtige Luzernerin in Bournemouth in England gearbeitet. Dies während ihrer Ausbildung bei der Migros. Movetia hat Natalie Moscatelli bei ihrem Vorhaben geholfen.

 «Am ersten Abend habe ich gedacht: Oh nein, jetzt bin ich einen Monat hier! Schaff ich das?», sagt Natalie Moscatelli. Das Bevorstehende beängstigte die 19-Jährige. Würde ihr die Arbeit bei den Engländern gefallen? Würde sie Freunde finden? Was Natalie Moscatelli für Erfahrungen gemacht hat, das erzählt sie hier:

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  1. Natalie Moscatelli zum Praktikum Ausland. Audio: Caroline Dettling
Der Tessiner Alessandro Gilardi macht bei der Pilatus Flugzeugwerke AG eine Lehre mit Berufsmaturität.

Lehrbegleitende Berufsmatur

Eine Lehre zu machen kann anspruchsvoll sein. Die Berufsmaturität gleichzeitig zu machen, kann die Sache noch schwieriger machen. Alessandro Gilardi setzt dem Ganzen noch eins drauf und macht seine Ausbildung in einer Fremdsprache. Er ist aus dem Kanton Tessin und arbeitet bei der Pilatus Flugzeugwerke AG in Stans.

Alessandro Gilardi besucht an zwei Tagen pro Woche zwei verschiedene Schulen: einen Tag die Berufsschule in Stans, einen zweiten Tag die Schule für die Berufsmaturität in Luzern. Er macht die Berufsmaturität lehrbegleitend. So will er Zeit sparen, damit er nach der Lehre direkt ein Studium an einer Fachhochschule starten kann. Dazu lernt er auch noch Deutsch. Wie es ihm dabei ergeht, Alessandro erzählt es im Radio-Beitrag:

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  1. Alessandro Gilardi zur berufsbegleitenden Maturität. Audio: Caroline Dettling
Jonas Kaufmann hat während drei Monaten bei der CSS im Tessin gearbeitet.

«Swiss Mobility» - Praktikum im Tessin

Vor rund acht Monaten konnte Jonas Kaufmann aus Meggen noch praktisch kein Wort Italienisch. Nun kann er sprechen, lesen und schreiben und hat sogar bereits im Tessin gearbeitet. Dies weil er am Programm «Swiss Mobility» teilgenommen hat.

Nach seiner kaufmännischen Lehre bei der Stadt Luzern wollte Jonas Kaufmann etwas Anderes machen. Konkret: Er wollte eine neue Sprache lernen. Deshalb entschloss sich der 19-Jährige dazu, Movetia zu konsultieren. Diese Stelle fördert den Austausch und die Mobilität in der Aus- und Weiterbildung in der Schweiz, in Europa und weltweit. Während vier Monaten weilte Jonas Kaufmann daraufhin im Tessin. Im ersten Monat besuchte er eine Sprachschule, danach begann sein Praktikum bei der CSS im Tessin. Was er dabei erlebt hat, erzählt er hier:

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  1. Jonas Kaufmann zum Praktikum im Tessin. Audio: Caroline Dettling

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