Ja zur Digitalstrategie - mit Abstrichen

Stadtparlament Luzern bewilligte rund 13 Millionen Franken

Blick zum Luzerner Rathaus (Archivbild).

Die Stadt Luzern kann die Digitalisierung vorantreiben. Das Stadtparlament hat für die kommenden zehn Jahre über 13 Millionen Franken für die Umsetzung einer Digitalstrategie bewilligt. Allerdings gab es aus dem Parlament Kritik an die Adresse der Stadtregierung. FDP, SVP und die Grünliberalen wollten das Geschäft sogar zurück an den Absender schicken.

Es fehle der Stadtregierung an Visionen, meinte FDP-Stadtparlamentarier Fabian Reinhard: "Wir sind enttäuscht, es ist eine verpasste Chance. Das Papier hat den Namen Strategie nicht verdient." Die digitale Realität sieht für ihn anders aus, als dies sich die Stadtregierung vorstellt. Auch von linker Seite gab es Kritik, weil es im Bericht vielerorts an Innovationen und Ideen fehle. Trotzdem sei es nötig, dass man jetzt vorwärts mache, sagte etwa Gianluca Pardini von der SP.

Stelle für Stadtentwicklung wurde gekippt

Stadtpräsident Beat Züsli wies darauf hin, dass Luzern tatsächlich noch nicht wegweisend sei mit der digitalen Transformation. Aber der ganzheitliche Ansatz, den man gewählt habe, sei richtig. Schlussendlich kürzte das Parlament den beantragten Kredit. Es strich rund eine Million Franken für die geplante Stelle für Stadtentwicklung aus dem Bericht. Für die kommenden zehn Jahre wurde noch ein Kredit von knapp 13,5 Millionen Franken bewilligt.

Mit der Digitalstrategie will die Stadt Luzern neue digitale Angebote weiterentwickeln, es geht dabei um die Bereiche "E-Government" oder "Smart-City".

       

Audiofiles

  1. Stadtparlament Luzern bewilligte rund 13 Millionen Franken für die Digitalstrategie. Audio: Urs Schlatter, Radio Pilatus AG

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