Knatsch um Wasserflugzeuge am Rosenfest

Grüner Kantonsparlamentarier hat Vorstoss eingereicht

Am diesjährigen Rosenfest in Weggis sollten zum ersten Mal Rundflüge mit Wasserflugzeugen angeboten werden. Kantonsparlamentarier Andreas Hofer von den Grünen hält dieses Angebot angesichts der Klimadiskussion für fehl am Platz. Mit einem Vorstoss möchte er die Rundflüge daher verhindern.

Nebst der traditionellen Wahl der Rosenkönigin, den vielfältigen Verpflegungsständen und dem spektakulären Feuerwerk soll es am diesjährigen Rosenfest ein weiteres Angebot für die Besucherinnen und Besucher geben: Geplant ist, dass sie gegen Bezahlung Rundflüge mit Wasserflugzeugen machen können.

Stimmen für und gegen die Wasserflugzeuge 

Andreas Hofer von den Grünen hält von dieser Idee nichts. Seiner Meinung nach sei dies ein überflüssiges Angebot, für das kein Bedürfnis bestehe und das lediglich der Umwelt schaden würde. Heinz Sägesser Präsident der Seaplane Pilots Association Switzerland, die die Rundflüge am Rosenfest anbieten wollen wiederspricht dem. Die Wasserflugzeuge weniger verschmutzen als jedes Motorboot. 

Die Gemeinde Weggis hatte die Rundflüge zuvor bewilligt. Einzige Bedingung war laut Gemeindepräsident Roger Dähler, dass andere Nutzer des Vierwaldstättersees wie die Fischerei oder die Schifffahrtsgesellschaft nicht beeinflusst würden. Dies sei nicht der Fall. 

Entscheid liegt beim Kantonsparlament

Aufgrund des Vorstosses, entscheidet nun das Kantonsparlament ob die Wasserflugzeuge fliegen dürfen oder nicht. Anfang Juni wird im Kantonsrat entschieden, ob der Vorstoss dringlich ist oder nicht. Falls er für dringlich befunden wird, wird voraussichtlich an der Klimasession Mitte Juni darüber debattiert. Das Rosenfest in Weggis ist in diesem Jahr vom 5. bis am 7.Juli.

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