20 Jahre 21st Century Orchestra

Jubiläumsparty im KKL

Vor 20 Jahren noch ganz klein angefangen gehört das 21st Century Orchestra, mit dem Dirigenten und Gründer Ludwig Wicki, inzwischen zu den Top-Orchestern.

Es ist einer von vielen Höhepunkten dieser euphorischen «Jubiläumsparty» des 21st Century Orchestra am Freitag im KKL: Das Orchester spielt eine Suite aus Howard Shores Oscar gekrönter Filmmusik zum «Herr der Ringe»-Epos. Die Zuhörer im ausverkauften Konzertsaal sind so still, dass man sie förmlich mit der Musik mitgehen hört. Das Orchester ist ganz bei sich und den weltvergessenen Melodien: verspielt, lyrisch und episch zugleich ist diese Musik. Ein süsser und feiner Klang, den Sängerin Kaitlyn Lusk und der 21st Century Chorus gekonnt verstärken.

Kein Wunder, vergleicht Dirigent und Gründer des 21st Century Orchestra, Ludwig Wicki, seine Musiker und alle die seit 20 Jahren an diesem Abenteuer Filmmusik teilhaben, mit den treuen Gefährten aus dem «Herr der Ringe»-Epos, den Elben und Hobbits, die im Dienst des Schönen und Guten ihr Ziel verfolgen. Wicki denkt an über 20 Weltpremieren symphonisch gespielter Filmmusik in Luzern. An die entstandenen Freundschaften zu Filmkomponisten. Gleich den Hobbits habe man sich aufgemacht zu vielen Abenteuern: «Als Dirigent bin ich auf alle meine Gefährten angewiesen.»

Klein angefangen

Ludwig Wicki erinnert im Gespräch mit Stephan Klapproth an die Anfänge: Filmmusikfreak Wicki hat Probleme, Musiker zu finden: «Klassische Musiker, die Filmmusik mochten, zählten damals nicht zur obersten Liga.» Die Truppe, die er mit Bratschist Markus Wieser 1999 zusammenstellt, tritt erstmals im Gemeindesaal Meggen auf. «Im Pu­blikum sassen etwa so viele Leute wie auf der Bühne», lacht Wicki. Und erzählt, wie der Grosserfolg mit «Herr der Ringe» alles verändert. «Ich war so begeistert von der Musik, dass wir die Sinfonie dazu aufführten. Komponist Howard Shore war so begeistert, dass er die Trilogie für eine Filmvorführung mit Livemusik dem 21st-Orchester anbot.»

Grosse Begeisterung auch jetzt: Standing Ovations beschliessen ein Konzert unterschiedlichster Filmmusik. Bei John Williams «Star Wars»-Thema trumpfen die Blechbläser – eine Stärke des 21st-Orchesters – auf. Im Liebesthema aus Nino Rotas «Godfather» verströmen Violinen und Holzbläser zarten Schmelz. Und bei Ennio Morricones Musik aus «For a few Dollars more» packt wuchtig die Orgel.

(Quelle: Luzerner Zeitung)

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