LU: Klima-Sondersession im Kantonsparlament

Jugendliche vor dem Regierungsgebäude appellieren an Politiker

Das Luzerner Kantonsparlament ist am Morgen zu einer Sondersession zur Klimaerwärmung zusammengekommen. Es will klären, wie der Kanton Luzern in den nächsten Jahren auf den Klimawandel reagieren könnte.

Für die eintägige Sondersession sind aus den Reihen des Parlaments rund fünf Dutzend Vorstösse eingereicht worden. Bis auf die SVP haben alle Fraktionen Eingaben gemacht. Verlangt werden etwa klare Zielsetzungen, so eine klimaneutrale Gesellschaft, oder die Erarbeitung einer Klimastrategie.

Massnahmen zu Gunsten des Klimas fordern die Kantonsparlamentarier in ihren Vorstössen zu den verschiedensten Lebensbereichen, so Wohnen, Verkehr oder Landwirtschaft. Einige möchten auch die Bildung, die Kantonalbank oder die Luzerner Pensionskasse in die Pflicht nehmen. Ein Thema an der Sondersession ist etwa der Plastik, ein weiteres die Photovoltaik oder eine Steuer für das Flugbenzin.

Der Regierungsrat hatte bereits zuvor bekannt gegeben, dass er im Klimaschutz einen pragmatischen Weg einschlagen will. Er wolle bis 2021 einen umfassenden Planungsbericht zur Energie- und Klimapolitik vorlegen. Ziel sei es, den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel koordiniert und gezielt voranzubringen.

Der Regierungsrat hatte sich für eine Klima-Sondersession stark gemacht, nachdem zahlreiche Vorstösse zum Thema eingereicht worden waren. Anlass für diese waren auch die Klimastreiks der Luzerner Schülerschaft gewesen.

Vor Beginn der Debatte appellierten vor dem Regierungsgebäude einige Jugendliche an die Politikerinnen und Politiker, vernünftige Klimaentscheide zu fällen.

(Quelle: sda)

 

Audiofiles

  1. Klima-Sondersession im Luzerner Kantonsparlament. Audio: Urs Schlatter / Nicole Marcuard

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