Tennis-Pokale von Boris Becker zu ersteigern

Der 51-Jährige muss ab heute Erinnerungsstücke zwangsversteigern

Tennis-Trophäen und Erinnerungsstücke aus dem Besitz von Boris Becker werden vom heutigen Montag an zwangsversteigert. Bei der Online-Auktion von Wyles Hardy werden mehrere Repliken von Pokalen angeboten, die der 51-Jährige für Siege bei grossen Tennisturnieren erhielt.

Darunter ist eine Kopie des Challenge Cup von Wimbledon. Zum Verkauf steht auch die Finalisten-Medaille, die Becker nach seiner Niederlage im Wimbledon-Finale gegen den Schweden Stefan Edberg 1990 erhielt. Insgesamt stehen 82 Objekte zum Verkauf, darunter auch Tennisschläger, Fotos und Uhren des einstigen Weltranglistenersten. 

Wichtigste Trophäe fehlt aber

Eine wichtige Trophäe fehlt laut der deutschen Tagesschau. Ausgerechnet der Pokal, der Boris Becker weltberühmt gemacht hat: der Wimbledon-Pokal von 1985. Damals hatte Becker als bisher jüngster Spieler den begehrten Turniersieg geholt. Dieser Pokal wäre mit Abstand das wertvollste Stück der Auktion. Anscheinend soll er aber verschwunden sein. Sowohl das Aktionshaus als auch der Verwalter haben das begehrt Stück nicht auftreiben können. Die Versteigerung des Auktionshauses Wyles Hardy läuft bis zum 11. Juli.

Becker versuchte die Zwangsversteigerung mit Lüge zu verhindern

Becker war 2017 von einem Konkursgericht in London wegen unbeglichener Schulden für zahlungsunfähig erklärt worden. Der dreifache Wimbledon-Sieger erklärt daraufhin vor einem Jahr zur allgemeinen Überraschung, er geniesse diplomatische Immunität: Er sei zum Sport-Attaché der Vertretung der Zentralafrikanischen Republik bei der EU in Brüssel berufen worden. Damit wurde die Versteigerung seiner Erinnerungsstücke vorerst gestoppt. Das Aussenministerium des afrikanischen Staates sprach aber von einer Fälschung. Im Dezember kündigte Becker dann an, er mache nicht länger einen Diplomatenstatus geltend. Damit wurde der Weg frei für die Zwangsversteigerung.

Quelle: sda

Kommentieren

comments powered by Disqus